NLA OL Best. 200

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Oldenburgisches Deichamt

Laufzeit 

1814-1858

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Das Deichamt wurde 1814 eingerichtet, 1858 wieder aufgelöst, seine Funktionen gingen an die Wege- und Wasserbaudirektion über.

Bestandsgeschichte 

Best. 200 Oldenburgisches Deichamt
Zeit: 1792-1856
Umfang: 2,1 lfd. m; 78 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet

Das Deichamt ist aus dem Amt des Deichgrafen entstanden. Aufgabe des Deichamts war die Leitung der Deich-, Siel-, Schlengen-, Hafen- und Strombauarbeiten sowie die Durchführung der Deichschauen. In der Anfangszeit unterstand es der Kammer, wurde aber durch Reskript vom 15. März 1830 der Regierung zugewiesen. Am 8. Juni 1855 wurde eine neue Deichordnung erlassen, die die bisherigen 10 Deichbände zu vier größeren zusammenlegte (Oldenburgische Gesetzessammlung, Bd. 14, S. 765). Im Rahmen der Umgestaltung der Mittelbehörden ging das Deichamt nach Art. 4 des Gesetzes vom 27. April 1857 (Oldenburgische Gesetzessammlung, Bd. 15, S. 564) in der Direktion des Wasser-, Wege- und Brückenbaus auf (Wege- und Wasserbaudirektion). Diese wurde aufgrund des Art. 14 des Gesetzes vom 5. Dezember 1868 (Oldenburgische Gesetzessammlung, Bd. 20, S. 882) betreffend die Organisation des Staatsministeriums und einiger untergeordneter Behörden durch Verordnung vom 15. Juli 1864 (Oldenburgische Gesetzessammlung, Bd. 23, S. 167) zum 1. August 1864 mit der Direktion des Hochbaus (bis 1858 Bauamt, siehe Best. 201) zur Baudirektion vereinigt. Die Baudirektion gliederte sich in drei Abteilungen: Abt. I Wasserbau in der Marsch aufgrund der Deichordnung, Ufer-, Hafen- und Strombau, Abt. II Wasserbau in der Geest aufgrund der Wasserordnung und Wegebau, Abt. III Hochbau.

Die Direktion des Bauwesens wurde mit Gesetz vom 24. März 1903 (Oldenburgische Gesetzessammlung, Bd. 34, S. 483) aufgehoben. Die Geschäfte gingen auf das Staatsministerium über, der Wege- und Wasserbau wurde dem Departement des Inneren, der Hochbau dem Departement der Finanzen zugewiesen. In Übereinstimmung mit der Deichordnung von 1854 wurde das Deichamt als vorgesetzte Behörde für alle Distriktwasserbauämter wieder ins Leben gerufen. Es wurde jedoch lediglich der Deichgräfe und dessen Stellvertreter ernannt. Dieser Posten wurde vom technischen Referenten für Wasserbau in Personalunion bekleidet. Eine selbstständige Behörde mit eigener Registratur hat sich daraus nicht mehr entwickelt, zumal die Geschäfte von den Beamten des Staatsministeriums mit versehen wurden.

Inhalt:
Allgemeine Geschäftsführung 1798-1838 (2); Stedinger Deichband 1841-1846 (1); Marschvogteien Moorriem, Oldenbrok, Strückhausen, Hammelwarden 1794-1855 (18); Butjadingen und Stadland 1825-1853 (6); Schwei und Schweiburg 1796-1856 (17); Amt Varel und Kniphausen 1797-1855 (10); Amt Jever 1814-1856 (20); Landwürden 1792-1848 (4).

Literatur:
Anton Günther von Münnich, Oldenburgischer Deich-Band. Das ist eine ausführliche Beschreibung von allen Deichen, Sielen, Abbrüchen und Anwächsen in den Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst, Leipzig 1767; Karl-Ernst Behre, Meeresspiegelbewegungen und Siedlungsgeschichte in den Nordseemarschen, Vortrag vor der 20. Landschaftsversammlung der Oldenburgischen Landschaft am 13. März 1987 in Wilhelmshaven, Oldenburg 1987; Johann Kramer (Bearb.), Deichbau, Inselschutz und Binnenentwässerung an Nord- und Ostsee, hg. vom Deutschen Verband für Wasserwirtschaft und Kulturbau e.V. (DVWK), Stuttgart, 1992; Oskar Tenge, Der Jeversche Deichband. Geschichte und Beschreibung der Deiche, Uferwerke und Siele im dritten Oldenburgischen Deichbande und im Königlich Preußischen westlichen Jadegebiet. Reprint der Originalausgabe von 1898 (Oldenburg 1898), Bockhorn 1999; Heiner Blischke, Leben an der Küste, hg. vom III. Oldenburgischer Deichband und Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz, Betriebsstelle Brake 1. Mit Bereichen der Gemeinden Friedeburg, Zetel, Bockhorn, Sande und Schortens sowie Stadt Varel und Stadt Wilhelmshaven, Bockhorn 2001; Oskar Tenge, Der Butjadinger Deichband, Oldenburg 1912 (Neudruck 2004); Karl-Ernst Behre, Meeresspiegelanstieg - Marschentwicklung - Küstenlinien: die letzten 10000 Jahre an der deutschen Nordseeküste, in: Kulturlandschaft Marsch: Natur - Geschichte - Gegenwart, Kolloquium 3.-5. Juni 2004 und Tagungsband (Schriften des Landesmuseums Natur und Mensch 33), Oldenburg 2004, S. 25-36; Karl- Ernst Behre, Landschaftsgeschichte Norddeutschlands. Umwelt und Siedlung von der Steinzeit bis zur Gegenwart, Neumünster 2008; Karl-Ernst Behre, Die Geschichte der Landschaft um den Jadebusen, Wilhelmshaven 2012.

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Verwandte Bestände:
Best. 26 (Altes Deicharchiv); Best. 20 (Grafschaft Oldenburg, v.a. Best. 20-26 Schifffahrts- und Lotsenwesen); Best. 70 (Regierung Oldenburg: XV Deichregistratur); Best. 71 (Kammer Oldenburg); Best. 136 (Oldenburgisches Innenministerium); Best. 202 (Wege- und Wasserbaudirektion); Best. 75 (Oldenburgische Vogteien); Best. 76 (Ämter); Best. 230 (Verwaltungsämter).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herzogtum Oldenburg

Zeit von 

1814

Zeit bis 

1853

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

2810

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herzogtum Oldenburg

Zeit von 

1853

Zeit bis 

1864

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

2910