NLA OL Best. 165

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Oldenburgische Lehrerseminare

Laufzeit 

1807-1927

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Das Lehrerseminar in Oldenburg mit der Seminarschule und dem Seminargarten stellte die Ausbildung der in aller Regel evangelischen Lehrer für das Land Oldenburg sicher.

Bestandsgeschichte 

Best. 165 Oldenburgische Lehrerseminare
Zeit: 1798-1931
Umfang: 8,5 lfd. m; 318 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestände: Best. 165-1 (Oldenburg), Best. 165-2 (Vechta), Best. 165-3
(Varel)

Im Zuge der neuen Bewertung der Erziehung im Zeitalter der Aufklärung wurde durch Herzog Peter Friedrich Ludwig auch für das Herzogtum Oldenburg mit der Ausbildung von Lehrern begonnen Am 4. Juli 1806 wurde der Grundstein zu einem Seminargebäude in Oldenburg gelegt (Ecke der heutigen Wallstraße zur Heiligengeiststraße). Das Lehrerseminar in Oldenburg mit der Seminarschule und dem Seminargarten stellte die Ausbildung der in aller Regel evangelischen Lehrer für das Land Oldenburg sicher. Nach dem Ersten Weltkrieg setzten einige deutsche Staaten, allen voran Preußen, auf die Aufbauschule und bauten die Lehrerseminare ab. Für die Knaben und Mädchen aus ländlichen Gebieten, die keinen wirtschaftlich erschwinglichen Zugang zu höheren Schulen hatten, boten die Aufbauschulen eine Möglichkeit, in sechs Jahren von der Volksschule zur Hochschulreife zu gelangen. Nach und nach vollzog sich der Wechsel von der Lehrerseminarschule zur Aufbauschule; das Seminar in Oldenburg wurde zum 31. März 1927 aufgelöst. Bereits ein Jahr zuvor war das Lehrerseminar in Varel geschlossen worden. Das Lehrerinnenseminar in Neuenburg bzw. in Bant, das seine Arbeit im April 1902 aufgenommen hatte, endete bereits zu Ostern 1921. Die Ausbildung der Lehrer und Lehrerinnen vollzog sich nunmehr nach der Aufbauschule bzw. nach dem Gymnasium als konfessioneller Pädagogischer Lehrgang mit hochschulmäßigem Charakter. Dieses Provisorium wurde 1936 durch die von der NS-Regierung geschaffene Hochschule für Lehrerbildung abgeschafft, die 1941 als Lehrerbildungsanstalt firmierte.
Das Lehrerseminar in Vechta stand unter der Leitung des Katholischen Oberschulkollegiums und hat einen

sehr ähnlichen Wandel erlebt. Es wurde jedoch erst 1861 eröffnet. Wegen des Kulturkampfes wurden 1877 in Vechta das private Lehrerinnenseminar Unserer Lieben Frau aus Coesfeld aufgenommen, aus Platzmangel aber 1881 nach Cloppenburg verlegt. Der Gedanke der Lehrerinnenausbildung führte 1896 zur Schaffung eines weiteren Lehrerinnenseminars in Vechta, dessen Abschlusszeugnisse auch in Preußen anerkannt wurden. 1926 wurde das Lehrerinnenseminar und 1927 das Lehrerseminar in Vechta geschlossen. Die Ausbildung der zukünftigen Lehrer im Land Oldenburg wurde durch die konfessionellen Pädagogischen Lehrgänge bis zu den Änderungen in der NS-Zeit weitergeführt. 1940 wurde die Ordens- und Missionsschule der Dominikaner in Vechta als Aufbaulehrschule zur Vorbereitung auf das Studium an Hochschulen für Lehrerbildung eingerichtet. Für das katholische Seminar in Vechta sollte das Offizialatsarchiv in Vechta genutzt werden. Das Lehrerinnenseminar in Neuenburg ist nur über die Ministerialüberlieferung und die Akten des evangelischen Oberschulkollegiums fassbar.

Inhalt:
Lehrerseminar in Oldenburg: Geschäftsstellenverwaltung 1798-1926 (35); Kassenwesen und Haushalt 1846-1931 (116); Unterrichtsangelegenheiten, Disziplinarsachen, Prüfungen 1835-1925 (8); Konferenzprotokolle 1841-1927 (7); Schriftwechsel, Planungen und Projekte 1887-1908 (2); Aufnahmen, Zensuren, Prüfungen, Zeugnisse 1816-1927 (91); Rechtsangelegenheiten (u.a. Schuldordnung, Satzung) 1877-1923 (13); Personalsachen (auch Feldpostbriefe) 1860-1925 (12); Unterstützungen und Gesundheitsüberwachung 1845-1926 (5); Lehrerseminar in Vechta 1912-1927 (7); Lehrerseminar in Varel 1904-1927 (22).

Literatur:
Karl Steinhoff/Wolfgang Schulenberg (Hg.), Geschichte der oldenburgischen Lehrerbildung, 2 Bde., Oldenburg 1979; W. Hanisch/F. Hellbernd/Joachim Kuropka, Beiträge zur Geschichte der Stadt Vechta, Bd. III,1, Vechta 1978, S.

92-100.

Verwandte Bestände:
Best. 134 (Oldenburgisches Ministerium der Kirchen und Schulen); Best. 160-1 (Evangelisches Oberschulkollegium); Best. 160-2 (Katholisches Oberschulkollegium Vechta); Best. 166 (Schularchive); Rep 723 (Gymnasium Antonianum

Vechta).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herzogtum Oldenburg

Zeit von 

1814

Zeit bis 

1853

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

2810

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herzogtum/Landesteil Oldenburg

Zeit von 

1864

Zeit bis 

1937

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

210

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Herzogtum Oldenburg

Zeit von 

1853

Zeit bis 

1864

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

2910