NLA OL Best. 161

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Schulkommission Jever

Laufzeit 

1854-1926

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Die Schulkommission Jever hatte unter der Leitung des Evang. Oberschulkollegiums bis 1933 die Aufsicht über das gesamte Schulwesen in der ehem. Herrschaft Jever.

Bestandsgeschichte 

Best. 161 Schulkommission Jever
Zeit: 1797-1932
Umfang: 2,2 lfd. m; 91 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet

Mit der Aufhebung des Konsistoriums und der Trennung von Kirche und Schule auf der obersten Verwaltungsebene, also der Gründung des Oberkirchenrats und der Einrichtung des Evangelischen Oberschulkollegiums, machte die Stadt Jever 1853 den Vorschlag, eine Jeversche Schulkommission zu schaffen, um die bisher im Jeverland tradierten Stipendienfonds für die Schulen zu nutzen und die Fonds im und für das Jeverland zu halten bzw. zu erhalten. In Oldenburg wurde dieser Vorschlag akzeptiert und ein Regulativ aufgesetzt, so dass die Gründung der Schulkommission Jever 1854 zeitgleich mit dem Oberschulkollegium erfolgen konnte. In der Schulkommission waren der Stadtrat von Jever wie auch der dortige Ortspfarrer vertreten, andere wurden in das Gremium berufen. Die Schulkommission war dem Evangelischen Oberschulkollegium rechtlich unterstellt, bekam aber eigene Kompetenzen, die sich nicht nur auf das Mariengymnasium bzw. auf die Provinzialschule, sondern auch auf die Grundschulen im Jeverland erstreckte. Die Aufsicht führte das Evangelische Oberschulkollegium, dem fortwährend zu berichten war und das in Zweifelfällen die notwendigen Reskripte erließ. Das Hauptaugenmerk der Schulkommission lag naturgemäß auf dem Mariengymnasium bzw. der Provinzialschule, der Kaderschmiede der jeverschen Akademiker. Im Zuge der Aufwertung und Ablösung kirchlicher bzw. anderer öffentlicher Anleihen wurden auch die jeverschen Stipendienfonds abgelöst und die Jeversche Schulkommission stellte dann 1926 ihre Tätigkeit ein.

Inhalt:
Jeversche Schulkommission 1854-1926 (6); Mariengymnasium bzw. Provinzialschule, Stundenplan, Schulbetrieb 1853-1926 (32); Stipendien 1823-1926 (24); Kassen- und Rechnungswesen 1853-1932 (12); Personalsachen der Lehrkräfte 1797-1926

(17).

Literatur:
Hugo Harms, Geschichte des Mariengymnasiums, bearbeitet von Remy Petri, hg. vom Verein ehemaliger Schüler, Jever 1973; Friedrich-Wilhelm Schaer, Mariengymnasium Jever, Handschriftensammlung (16.-20. Jh.), Oldenburg 1993; 425 Jahre Mariengymnasium Jever 1573- 1998. Beiträge zur Vergangenheit und Gegenwart der Schule, Jever 1998.

Verwandte Bestände:
Best. 136 (Oldenburgisches Innenministerium); Best. 230-3 (Verwaltungsamt); Best. 230-4 (Verwaltungsamt Jever); Best. 231-3 (Landratsamt Friesland); Rep 400 (Verwaltungsbezirk Oldenburg); Rep 721 (Mariengymnasium Jever); Rep 950 JEV (Amtsgericht Jever); Rep 950 VAR (Amtsgericht Varel); Dep 25 JEV (Stadt

Jever).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet