NLA AU Rep. 11

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Besitznahmekommission (1815-1817)

Laufzeit

1815-1817

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Nach der Besitznahme Ostfrieslands durch Hannover am 15. Dezember 1815 etablierte sich die Besitznahmekommission, die den Zustand Ostfrieslands zu beschreiben und Vorschläge für dessen Einordnung in das Königreich Hannover vorzulegen hatte.

Bestandsgeschichte

Am 15. Dezember 1815 nahm das Königreich Hannover formell
Besitz von dem ihm am 29. Mai 1815 von Preußen abgetretenen
Fürstentum Ostfriesland. Die zu diesem Zweck abgeordnete
Kommission unter Leitung des Grafen Hardenberg, der 1816
von dem Landdrosten von Schrader abgelöst wurde, hatte die
Aufgabe, den Zustand Ostfrieslands zu beschreiben und Vor-
schläge für die Einordnung des Landes in das Königreich
Hannover zu machen. Die Kommission arbeitete im Auricher
Schloß neben der vorläufig weiterbestehenden Landes-
direktion, mit der sie teilweise personengleich war. Mit
dieser wurde sie am 1. Juli 1817 zur Provinzialregierung in
Aurich vereinigt, nachdem sie im Frühjahr 1817 ihre Denk-
schriften nach Hannover eingereicht und damit ihre Tätig-
keit erfüllt hatte.
Die Akten der Besitznahmekommission sind einerseits Zeug-
nisse dieser sammelnden, prüfenden und vorschlagenden
Tätigkeit, andererseits sind sie Durchlaufstationen des
Schriftverkehrs zwischen der Landesdirektion und dem
Kabinettsministerium in Hannover. Der Anteil dieser Durch-
laufakten nimmt im Jahre 1817 immer mehr zu, so dass die
Auflösung der Kommission nur das folgerichtige Ende einer
überflüssig werdenden Beschäftigung ist. Die Kommissions-
akten sind vor allem wichtig wegen der zahlreichen
Bestandsaufnahmen ostfriesischer Verhältnisse unmittelbar
nach 1815.
Bei der Neuordnung des Bestandes wurden die vorher darin
enthaltenen Fremdbestandteile ausgeschieden, vor allem die
Akten der sog. Urbarmachungskommission, die nur darum
hineingekommen waren, weil 1816 über deren Wiederbelebung
verhandelt wurde.

Aurich, im Januar 1977, gez. Dr. Walter Deeters

Das maschinenschriftliche Findbuch wurde im März
2000 von Frau Töpfer in izn-AIDA überführt und von
mir für den EDV-Gebrauch überarbeitet.

Aurich, April 2000, gez. Dr. Wolfgang

Henninger

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet