NLA OL Best. 10

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Oldenburgische Hofverwaltung

Laufzeit

1775-1909

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Bestand 10 umfasst die Akten der Hofintendantur, der herzoglichen Privat- und Hofkasse, des Hofmarschallamts, der Hofkapelle, des Kammerherrenamts, die der Kunstsammlung, der Bibliotheken, Gärten und Parks.

Bestandsgeschichte

Best. 10 Oldenburgische Hofverwaltung

Zeit: 1781-1918
Umfang: 101,8 lfd. m; 2392 Verzeichnungseinheiten
Erschließung: Archivdatenbank/Internet
Lagerungsbestände: Best. 10-3 - Best. 10-7, Best. 12-1, Best. 13, Best. 14, Best. 16-1, Best. 16-2, Best. 17-1, Best. 19-1, Best. 37 und 38


Im Bestand 10 sind verschiedene Verwaltungszweige der oldenburgischen Hofverwaltung zusammengefasst, wobei die Provenienzen durch die Klassifikation getrennt und leicht zu erkennen sind.

Unter der Klassifikation 10 sind die Akten der Hofintendantur zu finden (ehemals Best. 10-3 bis Best. 10-7 des Staatsarchivs), soweit sie nicht zum Herzoglichen Hausarchiv Dep 50 gehören (ehemals Best. 10-1 und 10-2). Es handelt sich unter Klassifikationspunkt 10.03 um Akten über die Privatkassen (Schatullkassen) von Angehörigen der großherzoglichen Familie (Prinzen der russischen Linie, der Großherzoginnen Cäcilie und Elisabeth), der großherzoglichen Kinder (Erbgroßherzog Nikolaus Friedrich Peter, Herzog Anton Günther Elimar und der Herzoginnen Amalie und Friederike) und des Erbgroßherzogs Friedrich August. Es folgen dann unter 10.04 die Hofkasse und die Haupthofkasse, unter 10.05 die Akten der Hofintendantur, unter 10.06 die Überlieferung zu Angelegenheiten der Großherzogin Elisabeth und 10.07 die der Privatvermögenskasse.

Die Hofintendantur entstand zusammen mit dem Kammerherrenamt und dem Hofmarschallamt 1829, als Herzog Paul Friedrich August nach dem Tode seines Vaters Peter Friedrich Luwig den Aufbau des Hofstaates durch die Bildung selbstständiger Hofämter stärker auffächerte. Durch den Vorsteher der Intendantur und einen Hofkassierer wurden die verschiedenen Kassen geleitet. Aus den Schatullkassen wurden u.a. die fürstlichen Handgelder ausgezahlt, die Hofkasse diente dagegen zur Finanzierung des höfischen Personals. In der Privatvermögenskasse wurden die Kapitalien des

herzoglichen Hauses verwaltet. Zu einer Neuorganisation kam es durch die Trennung des Krongutes von dem des Staates durch das Staatsgrundgesetz von 1849. Die Aufsicht über die Privatvermögenskassen wurde jetzt einer Kommission unterstellt, doch verblieben die Akten bei der Hofintendantur. Ergänzend heranzuziehen sind im Staatsarchiv Oldenburg neben dem Hausarchiv (Dep 50) die Bestände 30 und 31 (Kabinettsregistraturen Lübeck und Oldenburg). Der größere Teil der Überlieferung der Hofintendantur lagert im Archiv der herzoglichen Verwaltung in Eutin.

Unter der Klassifikation 12 und 13 (Best. 12-1 und 13) findet sich die Überlieferung des Hofmarschalls und des Kammerherrenamtes. Dem Hofmarschallamt unterstand die Aufsicht über die gesamte Hofdienerschaft mit Ausnahme von Marstall und Hofkapelle. Es trug zudem die Verantwortung für die ökonomische Versorgung des Hofes und die Verwaltung der Schlösser. Das Kammerherrenamt war zuständig für Protokollangelegenheiten, die Kunstsammlung, die Bibliotheken, Gärten und Parks und für das Hausarchiv. Die Registraturen der großherzoglichen Verwaltung der Schlösser und Gärten sind unter dem Klassifikationpunkt 14 (Best. 14-1 bis 14-5) zusammengefasst. Heranzuziehen sind auch hier zusätzlich die Eutiner Bestände (Hof- und Privatkanzlei II G 20-23, 26-47, Hausfideikommissdirektion Gr. 75A/B) sowie Dep 50 (Best. 6 D Nr. 151-153) und Best. 31 (13-98-1 und 15-111).

Überliefert ist die Registratur der Hausfideikommissdirektion (16.01, Lagerungsbestand Best. 16-1)), die aufgrund des Hausgesetzes von 1872 gebildet wurde. Erhalten sind im Wesentlichen die Verwaltungsakten der schlesischen Fideikommissgüter, die Ende des 19. Jahrhunderts verkauft wurden. Auch hier befindet sich die umfangreichere Überlieferung in Eutin. Für das Oberinspektorat (16.02, Lagerungsbestand 16-2) sind nur drei Akten überliefert. Unter dem Klassifikationspunkt

17 befinden sich die älteren Akten der Ordenskanzlei (Lagerungsbestand Best. 17-1), also der Instanz, die die Verleihung der Haus- und Verdienstorden der Regenten verwaltete. Der jüngere Teil der Registratur befindet sich in Eutin.

Klassifikationspunkt 19 enthält die Überlieferung der Hofbibliothek. Die herzogliche Privatbibliothek gehörte zu den großherzoglichen Sammlungen, zu denen die Gemäldegalerie, das Naturalienkabinett, das Physikalische Kabinett sowie die Münzsammlung zählten. Die Sammlungen wurden meist vom Kammerherrenamt betreut. Der sehr rührige Oberkammerherr von Alten war gleichzeitig Vorsitzender des Altertumsvereins. Der Bestand besteht im Wesentlichen aus dem Katalog, der allerdings nicht vollständig überliefert ist. Im Bestand befanden sich zahlreiche Amtsbücher und Notizbücher der Finanzverwaltung, die insbesondere dem Best. 71 (Kammer) zugeordnet wurden. Diese aus dem Lagerungsbestand 19-1 ausgegliederten fremden Provenienzen sind in der Akz. 90 zusammengefasst.

Inhalt:
Hofintendantur: Privatkassen von Angehörigen der großherzoglichen Familie 1790-1896 (798); Hofkasse und Haupthofkasse 1781-1889 (593); Hofintendantur 1762-1909 (145); Angelegenheiten der Großherzogin Elisabeth 1852-1896 (49); Privatvermögenskasse 1775-1887 (169); Hofmarschall 1817-1854 (24); Kammerherrenamt 1904-1918 (2); Verwaltung der Schlösser und Gärten: Gartenverwaltung in Oldenburg 1788, 1837-1917 (22); Schlossbaukommission Oldenburg 1774-1871 (130); Schloss Jever 1822-1863 (45); Schloss Rastede 1791-1881 (44); Prinzenpalais Oldenburg 1817-1870 (42); Hausfideikomissdirektion und Oberinspektorat: Hausfideikomissdirektion 1820-1957 (111); Oberinspektorat 1863-1883 (3); Ordenskanzlei: Ordensverleihung, Rückgabe und Statuten 1839-1918 (36); Ordenskassen-Rechnungen 1839-1916 (58); Hofbibliothek: Kataloge 19. Jh. (34); Galleriewerke 19. Jh. (3); Sammlungen 1834-1838 (3);

Hof- und Privatkanzlei 1819-1886 (86).

Verwandte Bestände:
Best. 30-32 (Kabinettsregistraturen); Best. 70 (Regierung Oldenburg); Best. 71 (Kammer Oldenburg); Best. 130-137 (Oldenburgische Ministerien); Rep 751 (Landesmuseum Natur und Mensch); Dep 50 (Hausarchiv

Holstein-Gottorf).

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Herzogtum/Landesteil Oldenburg

Zeit von

1864

Zeit bis

1937

Objekt_ID

1

Ebenen_ID

210

Georeferenzierung

Bezeichnung

Herzogtum/Landesteil Oldenburg Teil Wangerooge

Zeit von

1864

Zeit bis

1937

Objekt_ID

3

Ebenen_ID

210

Georeferenzierung

Bezeichnung

Herzogtum Oldenburg

Zeit von

1853

Zeit bis

1864

Objekt_ID

1

Ebenen_ID

2910

Georeferenzierung

Bezeichnung

Herzogtum Oldenburg

Zeit von

1814

Zeit bis

1853

Objekt_ID

1

Ebenen_ID

2810

Georeferenzierung

Bezeichnung

Herzogtum Oldenburg Teil Wangerooge

Zeit von

1853

Zeit bis

1864

Objekt_ID

2

Ebenen_ID

2910

Georeferenzierung

Bezeichnung

Herzogtum Oldenburg Teil Wangerooge

Zeit von

1814

Zeit bis

1853

Objekt_ID

2

Ebenen_ID

2810