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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Bildgutsammlung

Laufzeit 

1790-2004

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Positive, Negative, Porträts, Drucke und Dias aus den Bereichen Orte und Bauwerke, Politik, Wirtschaft, Industrie, Technik, Energie, Verkehr, Verwaltung, Gesundheitswesen, Kultur, Kirchen, Justiz, Militaria, Sport, Archivwesen, Wappen, Karikaturen u.a. (Bau- oder allgemeine Pläne, Zeichnungen, Karten, Skizzen u.ä. finden sich im Bestand Kartenabteilung)
Findmittel: EDV-Findbuch
Umfang: 25 lfdm

Bestandsgeschichte 

Im Niedersächsischen Hauptstaatsarchiv in Hannover wurden anfangs Fotos, Porträts o.ä. nicht in einer eigenen Sammlung archiviert, sondern innerhalb der Kartenabteilung unter verschiedenen Gruppen verzeichnet (z.B. Ortsbetreff, Historische Ereignisse, Technik, Porträts). Der steigenden Bedeutung dieser Quellengattung und der damit verbundenen Benutzernachfrage ist dadurch Rechnung getragen worden, dass von 1982 bis 1985 alle innerhalb der Kartenabteilung archivierten Fotos erfasst und diese im Sonderfindbuch 13 (Fotos, Luftbilder) zusammengestellt worden sind. Auf Dauer erschien diese Lösung aber nicht praktikabel, und der Ankauf von rund 360 Fotos im Jahre 1990 war Anlass, einen eigenen Bestand für das Bildgut aufzubauen, in dem sowohl einzelne als auch in Akten befindliche und zuvor in der Kartenabteilung untergebrachte Fotos (ohne Umlagerung und Signierung) erschlossen werden können. Aus lagerungstechnischen Gründen wird der so geschaffene Bestand der Kartenabteilung angeschlossen und erhält die Bezeichnung Bildgutsammlung.

Im jetzt vorliegenden Bildgutbestand wird Bildgut im weiteren Sinne, d.h. Positive, Negative, Porträts, Drucke, Dias u.ä. aufgenommen, jedoch keine Bau- oder allgemeinen Pläne, Zeichnungen, Karten, Skizzen u.ä.; diese werden weiterhin in der Kartenabteilung archiviert.

Hannover, Januar 2004
gez. Krischanitz


Nach Übernahme der Zuständigkeit für die Bildgutsammlung unternahm der Unterzeichnete eine Revision des Bestandes. Daraufhin wurde die Gliederung, Verzeichnung und Lagerung des ganzen Bestandes grundlegend überarbeitet. Vor allem galt es, die bisher als "Foto" bezeichneten Kupferstiche, Radierungen, Lithographien und Drucke zu identifizieren und nunmehr korrekt aufzuführen. Bei diesen Arbeiten wurden auch Formatangaben in die Beschreibung übernommen. Sind Beschädigungen vorhanden, wurden diese vermerkt.
Des weiteren galt es,

auch bei den übrigen Stücken die Materialien und Techniken zu bestimmen und z.B. Fotos von Dias zu unterscheiden.
Die Verzeichnung wurde erheblich verbessert, Fehler korrigiert und eine höhere Genauigkeit in der Bestimmung des Bildgegenstandes angestrebt. Das gleiche gilt für die Datierungen. Ortsangaben wurden durchgehend mit Angaben zur kommunalen Zugehörigkeit (Gemeinde, Flecken oder Stadt, Landkreis) versehen, bei außerniedersächsischen Orten auch Angabe des Bundeslandes oder Staates.

Reihenfolge der bei grafischen Porträts bzw. Personendarstellungen gemachten Angaben:
Dargestellte Person (Name);
Lebensdaten;
ggf. Geburtsname und Name des Ehepartners;
Beruf bzw. Ämter (mit Orten);
ikonographische Beschreibung (Ausschnitt, Haltung, Umgebung und Rahmung);
Technik (z.B. Kupferstich), Künstler, ggf. Vorlage;
ggf. Angaben zu Montierung und Beschneidung;
ggf. Druck- und Verlagsangaben;
Format (Höhe x Breite), ggf. Blattgröße und Bildgröße unterschieden (Bildgrößenangabe in Klammern);
Datierung;
ggf. Erhaltungszustand (Angabe von Beschädigungen).

Verändert wurde auch die Gliederung (die wenig sinnvolle Unterteilung der Personendarstellungen nach Anfangsbuchstaben entfiel hierbei). Für Luftbildaufnahmen wurde ein eigener Gliederungspunkt geschaffen (Luftbilder sind hierbei zu unterscheiden von bloßen Luftaufnahmen). Die auf den Fotografien zu sehenden Ortschaften oder sonstigen topographischen Gegebenheiten wurden, soweit es ging, anhand von Karten identifiziert, da eine Archivierung ansonsten sinnlos erscheint.
Bisher den Verzeichnungseinheiten nicht zugeordnete, separat beim Referenten stehende Negative und Dias wurden komplett eingearbeitet. Die separat gelagerten vorhandenen Negative (und z.T. Positive) mit Angabe ihrer Nummer:

B 16 - 184 SW-Negative (12,5 x 16,5 cm)
D 14 - 1364 SW-Negative (8,5 x 11,5 cm)
E 1 - 6260

SW-Negative (8,5 x 11,5 cm)
ECN 9 - ECU 74 Farbpositive (9 x 11,5 cm)
F 40 - 4816 SW-Negative (zwischen 6 x 6 und 5,5 x 8 cm)
F 5948 - 9712 SW-Negative (6 x 6 cm)
FCN 1 - 10319 Farbnegative (zwischen 6 x 6 und 6 x 9 cm)
FCU 107 - 3646 Diapositive (6 x 6 cm)
H 1 - 1151 SW-Negative (3,5 x 4 cm)
KB 8 - 401 (im Ordner) SW-Negative (ungeschnittener Kleinbildfilm, Entstehung 1937. 1968-1974)
Le 1 - 197 (im Ordner) SW-Negative (ungeschnittener Kleinbildfilm)
Lu 4 SW-Negativ (12,5 x 17,5 cm)

Ein Teil der Bildgutsammmlung (etwa 1200 Objekte) ist Eigentum des Historischen Vereins (angegeben unter dem Feld Teilprovenienz). Die Nummernfolge ist fast durchgängig fortlaufend, in einzelnen kleineren Abschnitten und bei den höchsten Nummern sind jedoch noch Nummern unbelegt. Sie können mit der Zeit (abhängig vom Lagerungsformat) gefüllt werden.

Glasplattennegative (L-Nummern) wurden aus lagerungsklimatischen Gründen nach Bückeburg verbracht. Die Benutzung erfolgt nur noch über das verknüpfte Digitalisat.

Bei Abweichungen zwischen Herstellungsjahr eines Bildes einerseits und Zeit des dargestellten Motivs andererseits (z.B. 1985 aufgenommenes Foto eines Gemäldes von 1520) wurde das Motiv-Jahr in die Hauptlaufzeit aufgenommen, das Aufnahmejahr aber in die Nebenlaufzeit eingetragen. Auf diese Weise lässt sich nach beiden Daten recherchieren; das Motiv-Jahr wird aber das wichtigere sein, nach dem in der Regel gesucht wird, und daher als Hauptlaufzeit betrachtet.

Ein noch ungelöstes Problem stellt dar, dass eine Verzeichnungseinheit zum Teil auf mehrere Archivguteinheiten verweist, die sogar unterschiedliche Materialität haben können (z.B. SW-Foto und Farbdia). Langfristig sollte hier eine Kongruenz zwischen Verzeichnungs- und Archivguteinheit hergestellt werden, was bei Neuaufnahmen auch bereits erfolgte (es sei denn, es handelte sich um

Alben, die nicht auseinander genommen werden, da sie eigenen intrinsischen Wert besitzen). Dieses 1 : 1 -Verhältnis ist auch im Hinblick auf wachsende Digitalisierung des Bildgutbestandes angebracht.


HINWEIS AUF ANDERE BESTÄNDE

Größere Sammlung Farbdias siehe auch in V. V. P. 94 (Diasammlung Dr. Gerhart Wehner): v.a. (historische) öffentliche und private Gebäude, Parks und Ortsansichten - mit Schwerpunkten Großraum Hannover und Südniedersachsen - (1960-1990).

Fotoalben der Botschafters Graf Münster 1899, z.T. Ausland, z.T. berühmte Persönlichkeiten enthaltend (Dep. 110 C Nr. 101-110; Klassifikation 03.02 und 03.03); weitere Fotos dieses Bestandes sind (unter Wahrung des Besitzstandes) in die Bildgutsammlung verlegt worden. In vielen weiteren Deposita befinden sich ebenfalls vereinzelt Fotos (z.B. Dep. 118, 130, 133, 135 und 138). Größere interessante - schwer zugängliche - Bildbestände beinhaltet auch das Depositum 103 (z.B. Fotoalben).

Fotos der königlichen Familie (König Georg V., Prinzessin Friederike, Kinder des Herzogs von Cumberland) siehe Dep. 116 Nr. 15. Porträts der Welfen siehe ansonsten in der Dienstbibliothek in dem Werk:
Welfenfürsten der Braunschweig-Wolfenbüttelschen Lande : Enthält 35 Kunstblätter nach Stichen aus der Kgl. Ernst August Fideikommiß-Bibliothek in Gmunden und Originalgemälden aus den königlichen Schlössern der Marienburg, Gmunden und Penzing, der Kgl. Gemälde-Galerie in Herrenhausen und des Vaterländischen Museums in Hannover / von Paul Zimmermann, Thies, Lührs [u.a.], Hannover: Harzig & Möller 1913 (Signatur: La 83 fol.).

Porträts zeitgenössischer Personen sind gedruckt zu finden im "Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft", Berlin 1930 (Signatur Ei 80, 2 Bände). Landespolitiker auf Wahlplakaten (ab 1963) siehe unter Karten 204 B.

Vereinzeltes: Dep. 93 Nr. 201 (Alter Posthof v. Hinüber in Hannover) und Nr. 202

(König Ernst August und Georg V.).

Hannover, im Oktober 2011
Dr. Sven

Mahmens

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

teilweise verzeichnet

Abgeschlossen: Nein