NLA HA V.V.P. 83

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Trägergesellschaft Deutscher Pavillon mbH

Laufzeit 

1995-2004

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Unterlagen, v.a. Sitzungsprotokolle des Aufsichtsrates, Korrespondenz, Verträge und andere Unterlagen der Geschäftsführung, Bausachen, Ausstellungsmaterialien, Korrespondenz und Planung zum Kulturprogramm, Verträge
Findmittel: EDV-Findbuch
Umfang: 7,4 lfdm

Bestandsgeschichte 

In Absprache mit dem Bundesarchiv Koblenz wurde parallel zum Abschluss eines Vertrags mit der EXPO 2000 GmbH auch ein Vertrag mit der Trägergesellschaft Deutscher Pavillon mbH am 15. Dezember 1998 geschlossen, um auch den deutschen Beitrag zur Weltausstellung zusammen mit den Unterlagen zur Weltausstellung insgesamt an einem Ort archivisch vereinen und präsentieren zu können.

Die Trägergesellschaft Deutscher Pavillon mbH ist am 30. April 1997 durch die 18 Träger der Gesellschaft (Bund zu 54%, 16 Länder zu insgesamt 27% und die EXPO-Beteiligungsgesellschaft der Wirtschaft zu 19%) gegründet worden. Sie sollte nach ersten konkreten Vorschlägen auf einer Ministerpräsidentenkonferenz vom Oktober 1996 für die Planung, Organisation und Betrieb des Deutschen Pavillons zuständig sein. Ein mit weit reichenden Befugnissen ausgestatteter Aufsichtsrat aus Politikern auf der Staatssekretärsebene, der Generalkommissarin, Dr. Birgit Breuel, und Vertreter der deutschen Wirtschaft hatten die grundlegenden Entscheidungen zum Deutschen Pavillon zu fällen. Eine künstlerische Beratung erfolgte durch den Präsidenten der Bayrischen Theaterakademie, Prof. August Everding, bzw. nach dessen Tod Ende Januar 1999 durch den damaligen Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums, Prof. Christoph Stölzl. Für die oben genannten Tätigkeiten sollte die Gesellschaft insofern als 'Träger' dienen, als sie nicht selbst operativ tätig werden, sondern über Ausschreibungen ein Unternehmen als Generalmanager für die Kontrolle und Steuerung der einzelnen Aufgabenbereiche gewinnen sollte. Anfang März 1997 war ein zweistufiges Auslobungsverfahren zum Bau des Pavillons aufgrund eines Beschlusses von Bund und Ländern festgelegt worden. Die bloße Rolle einer Koordination wurde beim Gründungsakt dahingehend ausgeweitet, dass nun die Gesellschaft für den Bau, Betrieb, die Show- und Ausstellungsbereiche sowie

das Kultur- und Veranstaltungsprogramm selbst verantwortlich sein sollte. Eine Realisierung dieser weitgesteckten Ziele zeichnete sich ein Jahr später ab, als der Bau nach diversen Querelen um die Realisierung des ausgewählten Entwurfs des Stuttgarter Architekten Florian Nagler letztlich durch die Unternehmensgruppe Wund und der Betrieb durch die Messegesellschaften Messe Düsseldorf International und Hannover Messe International gewährleistet wurde. Wiederum ein Jahr später wurden die Verträge zur Gestaltung des Showbereichs mit den externen Partnern Milla & Partner für die "Ideenwerkstatt Deutschland" (= Pre-Show) und zusammen mit der KUK Filmproduktion für die "Brücken in die Zukunft" (= Main-Show), Art Lab Studios für den "Medialen Garten" sowie die Winkelmann Filmproduktion für "Deutschland. Pict" (= Post-Show) unterzeichnet. Nach dem ersten Spatenstich am 28. Oktober 1998 konnte Mitte Mai 1999 das Richtfest des Deutschen Pavillons gefeiert werden. Die Trägergesellschaft weitete zeitgleich mit dem Einzug in den Pavillon am 24. Januar 2000 ihr Team um die Bereiche Protokolle und Presse (später noch Technik) aus.

Auch bei der Trägergesellschaft gab es leider weder einen Aktenplan noch andere, umfangreiche Organisationsunterlagen, was aber angesichts der Übersichtlichkeit des zu bewertenden Schriftguts und der Mitarbeiter der Gesellschaft nicht so stark ins Gewicht fiel wie bei der EXPO 2000 GmbH. Auch ein Aktenverzeichnis konnte angesichts der bedrängten Zeit nicht mehr erstellt werden.

Die Akten wurden nach Abschluss der Weltausstellung im April 2001 in zwei Sitzungen bewertet. Im Vorfeld soll bei der Auflösung der Gesellschaft bereits 'Doppelüberlieferung' in den Sekretariaten kassiert worden sein. Bei der Bewertung wurde darauf geachtet, die Aufgabenbereiche Geschäftsführung (z.B. Verträge, interne Besprechungsprotokolle), Bau (z.B. Wettbewerb, Pläne),

Show- und Ausstellungsbereich (z.B. Ausstellungsvorschläge, Konzepte der Vertragspartner) sowie Kultur- und Veranstaltungsprogramm (Rahmenkonzept plus zwei ausgewählte Beiträge) möglichst gleichgewichtig zu berücksichtigen. Lediglich zum Betrieb des Pavillons (z. B. Protokoll, Sicherheit, Technik) wurden nur wenige Akten übernommen. Die archivwürdigen Akten wurden im Mai 2001 als Acc. 2001/073 in das Hauptstaatsarchiv übernommen und zu dem vorliegenden Bestand VVP 83 vom U. geordnet und verzeichnet.

Dazu sollen später die von der Messe Düsseldorf als Liquidator der Trägergesellschaft noch benötigten Akten der Sitzungen des Aufsichtsrats und die eigentlichen Verträge mit einbezogen werden.

Eine Einsicht der Akten ist bis 2030 nur eingeschränkt nach Prüfung im Rahmen eines 'Ergänzungsantrags' möglich.

Hannover, im August 2001
gez. Thomas Bardelle



Die von der Messe Düsseldorf GmbH zunächst noch zurückgehaltenen Verträge und Akten des Aufsichtsrats wurden nach Abschluss der Liquidation am 23.09.2005 an das NLA- Hauptstaatsarchiv abgegeben. Sie wurden dem Bestand als Acc. 2005/117 zugeordnet.

Hannover, im September 2005
gez. Claudia

Kauertz

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Hannover, Stadt [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

2369

Ebenen_ID 

1

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Stadt Hannover

Zeit von 

1974

Zeit bis 

2000

Objekt_ID 

23

Ebenen_ID 

120

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Messegelände [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

2385

Ebenen_ID 

1