NLA HA Dep. 25

  • Zugeordnete Objekte zeigen
  • Drucken
  • Mit Strg+C oder Rechtsklick kopieren.
    Verlinken
  • Versenden
  • Verbessern

Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Familie von Wedemeyer: Urkunden und Akten

Laufzeit 

1300-1904

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Urkunden (ab 1388) und Akten des Gesamtarchivs und des Sonderarchivs der Wedemeyer zu Schönrade und Unterhof/Eldagsen, darunter Register, Gütersachen, Lehnssachen, Burggerichtssachen, Hude und Weise, Jagdangelegenheiten, Familiensachen und Erbteilungen

Geschichte des Bestandsbildners 

Die Familie Wedemeyer, erstmals 1336 erwähnt, gehörte zu den Ratsgeschlechtern der Städte Alfeld und Gronau. 1582 wurde der Calenberger Großvogt Conrad Wedemeyer, ein Sohn des Bürgermeisters in Gronau, von Herzog Erich II. von Braunschweig und Lüneburg mit zwei der vier adligen Höfe in Eldagsen belehnt, die er durch seine Heirat mit der Tochter des herzoglichen Kanzlers Reinhard von Reinhardessen erworben hatte. Durch den Besitz dieser beiden Burghöfe, des "Oberhofes" und "Unterhofes", die sich bis heute im Familienbesitz befinden, erlangten Conrad und seine Nachkommen die Landstandschaft. Die Familie Wedemeyer, die zuweilen auch das Adelsprädikat führte, wuchs im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts in den hannoverschen "Staatspatriziat" hinein.

Die beiden noch existierenden Linien der Familie gehen auf die Enkel Conrads zurück: Dietrich Wedemeyer (1611-1683) ist der Stammvater des älteren, auf dem Oberhof sitzenden Zweiges, der 1911 in den preußischen Adelsstand aufgenommen wurde. Von Werner Wedemeyer (1614-1689) stammt die jüngere Linie auf dem Unterhof ab; diese erwarb 1864 das Gut Schönrade/Neumark und bereits 1901 die preußische Adelsanerkennung.

Die Wappenbeschreibung lautet: Im von Schwarz über Gold geteilten Schild ein rot bezeichneter Löwe verwechselter Farbe, in der Rechten einen grünen Palmzweig, in der Linken einen silbernen Stern haltend; auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken der Löwe wachsend.

Stand: Dezember 1983

Bestandsgeschichte 

In den Jahren 1901/1902 verhandelte Archivrat Dr. Doebner mit der Familie Wedemeyer über die Übergabe ausgewählter Urkunden und Akten als Depositum an das Staatsarchiv Hannover. Im Juli 1902 wurden zwei Depositalverträge unterzeichnet (Hann. 1/3 Nr. 329), die das Gesamtarchiv und das davon getrennte Sonderarchiv der Wedemeyer zu Schönrade und Unterhof/Eldagsen betrafen. Die Unterschrift leistete der damalige Regierungsassessor Conrad Wedemeyer (1870-1947) für die ältere und Max von Wedemeyer zu Schönrade (1853-1905) für die jüngere Linie. Nach einer Notiz Doebners trafen am 11. Oktober 1902 fünfzehn Schränke Archivalien aus Eldagsen in Hannover ein. Beim Gesamt- wie Sonderarchiv handelt es sich um typische Gutsarchive einer landständischen Familie seit der frühen Neuzeit. Die Überlieferung ist angesichts von 273 Urkunden und 1211 Aktenstücken relativ dicht.

1903 stellte der Archivvolontär Dr. F. Wecken unter Beibehaltung der vorhandenen Ordnung ein handschriftliches Repertorium her, das 1983 abgeschrieben wurde, wobei die Regesten und Titel des Repertoriums überprüft und zum Teil dem modernen Sprachgebrauch angepaßt wurden; zugleich wurde die durchlaufende Nummernfolge bei Urkunden und Akten hergestellt.

Die in die EDV übertragenen Aktentitel wurden 2016 korrigiert und dabei zum Teil leicht überarbeitet. Die Nummern A Nr. 102, B Nr. 667 und Nr. 894 sind nicht besetzt.

Stand: Oktober 2016

Literatur 

A. Ph. R. Wedemeyer, Stammbaum und Chronik der Familie Wedemeyer, 1904. (Siehe: NLA HA, Dep. 25, B Nr. 1211)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

17,7 lfm

Bearbeiter 

Dr. F. Wecken (1903)
Dr. Jaitner (1983)
Hildegard Krösche (2016)

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Eldagsen, Stadt [Wohnplatz]

Zeit von 

1

Zeit bis 

1

Objekt_ID 

2829

Ebenen_ID 

1