NLA HA Dep. 103 XXXV

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Königliche öffentliche Bibliothek

Laufzeit

1684-1865

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Die Benutzung des Bestandes unterliegt der Genehmigung des Depositars.

Bestandsgeschichte

Dep. 103 XXXV: Geschichte der königlichen öffentliche Bibliothek in Hannover

Die Anfänge der königlichen öffentlichen Bibliothek lassen sich bis in das Jahr 1665 zurückverfolgen. Als herzogliche Handbibliothek wurde die Bücherei durch den Einsatz fürstlicher Handgelder vermehrt. Anfangs unterstand sie unmittelbar dem Herzog, nach 1719 ging die Aufsicht über die Verwaltungsgeschäfte der Bibliothek vom Landesherrn auf die Geheimen Räte über. 1720 erfolgte die Umwandlung der königlichen Handbibliothek zu einer öffentlichen Bücherei, die in der Folgezeit nicht einem der zahlreichen Departements oder Geschäftsbereiche eines einzelnen Ministers angehörte, sondern unter der direkten Aufsicht des Kollegiums der Minister in Hannover stand.
Erst bei Aufhebung der Gesamtverantwortung des Staats- und Kabinettsministeriums im Jahr 1837 ordnete man die Bibliothek dem Ministerium der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten zu. Am 14. September 1851 unterstellte Könige Ernst August die Bibliothek dem Ministerium des königlichen Hauses. Sie wurde nach dem Ende des Königreichs Hannover 1866 von der preußischen Vermögensverwaltungskommission beaufsichtigt, da sie als Privatvermögen des Königs Georg V. anerkannt werden sollte, wenn dieser den Nachweis erbringen könnte, dass die Bibliothek durch den Einsatz persönlicher Geldmittel seiner Vorfahren aufgebaut worden sei. Die Vermögensbeschlagnahme, die dem Gesamthaus Braunschweig-Lüneburg die Verfügung über sein Eigentum in der Provinz Hannover entzogen hatte, fand am 1. April 1892 ein Ende, aber dies brachte keine Klärung der strittigen Eigentumsfrage der Bibliothek. Die Kosten der Unterhaltung dieser Bücherei wurden in den folgenden Jahren teils vom preußischen Staat, teils vom Gesamthaus Braunschweig-Lüneburg getragen, ohne dass auch in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg das Problem der Eigentumsrechte an der Bibliothek eindeutig

entschieden werden konnte. 1947 wurde die Bibliothek als Niedersächsische Landesbibliothek vom Land Niedersachsen übernommen.
Die Dienstregistratur der Bibliothek wurde vom Jahr 1711 an systematisch angelegt, sie enthielt aber auch Vorakten, die bis 1648 zurückreichten. Die Registratur gliederte sich in mehrere Abteilungen. Die erste Abteilung enthielt die Personalakten der Bibliotheksbediensteten, in der zweiten waren die "Generalia" der Bibliotheksverwaltung zu finden - hier ordnete man auch das Schriftgut über die Buchanschaffungen ein, die dritte Aktengruppe bestand aus den Aufzeichnungen über die Verleihungen der Manuskripte und Bücher.

Hannover, den 10.01.1974
gez. Dr.

Schöningh

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

teilweise verzeichnet

Abgeschlossen: Nein