NLA HA Nds. 1225 Göttingen

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Hauptzollamt Göttingen

Laufzeit 

1936-1979

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Vorbemerkung: Zur allgemeinen Geschichte der Hauptzollämter und der Zollverwaltung des Bundes nach 1945 siehe das Gruppenvorwort zum Tektonikpunkt "Zoll".

Das der Oberfinanzdirektion Hannover zugeordnete Hauptzollamt Göttingen geht auf das Hauptzollamt Northeim zurück, welches für die Zonengrenze zur DDR zuständig war und eine Außenstelle in Hann. Münden, hervorgegangen aus dem ehemaligen Hauptzollamt Hann. Münden, besaß. Dem Hauptzollamt untergordnet waren Anfang der 1960er Jahre die Zollämter Duderstadt, Göttingen (mit der Zweigstelle Göttingen-Güterbahnhof) und Osterode (mit der Zweigstelle Herzberg), die Grenzkontrollstelle Herzberg sowie die Zollkommissariate Bad Lauterberg, Bremke, Duderstadt, Göttingen, Herzberg und Walkenried.

Im Juli 1965 wurde das Hauptzollamt Northeim nach Göttingen verlegt (vgl. Göttinger Tageblatt vom 28. Juli 1965) und in Hauptzollamt Göttingen umbenannt. In den 1980er Jahren waren ihm das Zollamt Osterode, die Grenzkontrollstellen Duderstadt und Herzberg sowie die Zollkommissariate Bad Harzberg, Bad Lauterberg, Braunlage, Bremke und Duderstadt untergeordnet. Der Amtsbezirk erstreckte sich auf die Landkreise Göttingen und Osterode, Teile der Landkreise Goslar und Northeim, das gemeindefreie Gebiet Braunlage-Hogengeiß und Teile des gemeindefreien Gebiets Harz. Das Hauptzollamt war ferner verantwortlich für die Überwachung der Grenze zur DDR im Grenzbezirk zwischen Wiedelah und der Landesgrenze nach Hessen.

Nach der Wiedervereinigung fielen die Grenzkontroll- und Grenzüberwachungsaufgaben weg, stattdessen wurde der Amtsbezirk auf die Landkreise Goslar, Göttingen, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Northeim und Osterode am Harz erweitert.

Die Aufgaben des Hauptzollamts Göttingen gliederten sich in folgende vier Sachgebiete:

1) Organisation, Personal und Haushaltsangelegenheiten
2) Verbrauchssteuern und Zölle (u.a. Koordination im rein (EU-) gemeinschaftsrechtlichen Zollbereich, Erhebung der Verbrauchssteuern, Durchführung der gemeinsamen Marktorganisationen, Rechtsbehelfsangelegenheiten der ersten Stufe, strafrechtliche Angelegenheiten)
3) Abfertigung (zolltechnische Abwicklung der Ein- und Ausfuhr von Waren)
4) Prüfungsdienste (Außenprüfungen)

Im Zuge der umfangreichen Umgestaltungen innerhalb der Bundeszollverwaltung nach 2000 wurde das Hauptzollamt Göttingen aufgelöst. Seine Aufgaben gingen auf das Hauptzollamt Braunschweig über, das seit dem Inkrafttreten des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Finanzverwaltungsgesetzes und anderer Gesetze vom 13. Dezember 2007 (BGBl. I S. 2897) zum 1. Januar 2008 der neu gegründeten Bundesfinanzdirektion Mitte zugeordnet wurde, welche direkt dem Bundesministerium der Finanzen als oberster Bundeshörde und Zentralinstanz unterstellt ist.

Stand: Dezember 2015

Bestandsgeschichte 

Für das bis 1978 entstandene Schriftgut des Hauptzollamts Göttingen liegt die Zuständigkeit beim Niedersächsischen Landesarchiv Hannover, für die Zeit ab 1978 beim Niedersächsischen Landesarchiv Wolfenbüttel.

Enthält 

Verwaltungsunterlagen, Grenzlageberichte, Warenverkehr mit der SBZ, Verbrauchssteuerangelegenheiten der Zuckerfabrik Obernjesa AG

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

Nds. 1225 Münden (Hauptzollamt Hann. Münden)
Nds. 1225 Northeim (Hauptzollamt Northeim, bis 1965)

Im NLA Wolfenbüttel:

NLA WO, 1005 Bund (Hauptzollamt Göttingen, nach 1978)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

2,4

Bearbeiter 

Dr. Christian Helbich (2015)