NLA HA Nds. 1175

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Technisches Hilfswerk (THW), Landesbeauftragter

Laufzeit

1919-1973

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Die Technische Nothilfe (TN), Vorgängerin der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), konstituierte sich im Laufe des Jahres 1919. Die in der Regel in Großstädten bestehenden Ortsgruppen der Technischen Nothilfe schlossen sich am 30. September 1919 zu einer staatlichen Einrichtung zusammen, die dem Innenministerium unterstellt war. Die Technische Nothilfe sollte bei Bedarf die Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke durch technische Notstandsarbeiten in Betrieb halten. Während der Weimarer Republik profilierte sie sich als Katastrophenhilfe und Luftschutzorganisation.

Nach 1933 erfolgte eine politische Radikalisierung der Technischen Nothilfe durch ihre Anbindung an SA, SS und Wehrmacht. Dies spiegelte sich sowohl in einer technischen Zusammenarbeit wider, als auch in verschiedenen Hilfseinsätzen. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die militärtauglichen Mitglieder der Technischen Nothilfe zum Wehrdienst berufen, was in den Ortsgruppen zu einer extremen Reduzierung der Mitgliederzahl führte, bis hin zu einem völligen Existenzuntergang einzelner Ortsgruppen. Mit Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der übrig gebliebene Torso der Technischen Nothilfe durch die alliierten Besatzungsmächte aufgelöst.

Am 22. August 1950 wird das Technische Hilfswerk von Otto Lumitzsch, dem Initiator der Technischen Nothilfe, gegründet. Es versteht sich bis heute als eine technische Hilfsorganisation mit dem Ziel, die öffentlichen Versorgungseinrichtungen in Not- und Krisensituationen aufrecht zu erhalten. Der administrative Aufbau des Technischen Hilfswerks entspricht demjenigen der Technischen Nothilfe der Weimarer Republik: Präsident, zentrale Leitung, Landesverbände, Ortsverbände. Zu den Aufgaben des Technischen Hilfswerks gehört die technische Hilfe im Zivilschutz und bei der Bekämpfung von Katastrophen, öffentlichen Notständen und Unglücksfällen. Das Technische Hilfswerk kann im Auftrag der Bundesregierung zu Auslandseinsätzen entsandt werden. Eine Festlegung des gesetzlichen Auftrags des THW erfolgt im THW-Gesetz vom 22. Januar 1990, zuletzt geändert am 11. Juni 2013.

Das Technische Hilfswerk umfasst acht Landesverbände (Stand 29. Juni 2015). Die Region Bremen und Niedersachsen ist in einem Landesverband zusammengefasst, an dessen Spitze ein Landesbeauftragter steht, der seinen Sitz in Hannover hat. Der Landesverband Bremen/Niedersachsen ist widerum in die acht Geschäftsstellen Braunschweig, Bremen, Buxtehude, Göttingen, Hannover, Lingen, Oldenburg und Verden mit jeweils 8 bis 11 Ortsverbänden unterteilt.

Stand: September 2005 (aktualisiert Juni 2015)

Enthält

nur Unterlagen der Ortsgruppe Oldenburg

Literatur

www.lv-hbni.thw.de und www.thw.de

Amft, Karl Heinz: Das Technische Hilfswerk. Information über Aufbau und Arbeit, Bonn 2. Auflage 1993

Die Anfänge der Technischen Nothilfe. Vom Spartakusaufstand bis zum Kapp-Lüttwitz-Putsch, Braunschweig 1991

Im Dienste der Humanität: Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Bonn 1994

Kater, Michael H.: Die Technische Nothilfe im Spannungsfeld von Arbeiterunruhen, Unternehmerinteressen und Parteipolitik in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 27/1979, S. 30-78

Momsem, Wilhelm Erik: Die Technische Nothilfe: ihre Entstehungsgeschichte, Entwicklung und heutige Stellung als Machtmittel des Staates (Dissertation), Freiburg 1934

Meier, Helmut: Bundesanstalt Technisches Hilfswerk: 1950-1990. München, 4. Auflage 1990

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M.

0,7

Bearbeiter

Regina Schleuning (2015)

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Stadt Oldenburg

Zeit von

1933

Zeit bis

2000

Objekt_ID

217728

Ebenen_ID

20

Georeferenzierung

Bezeichnung

Oldenburg (Oldenburg), Stadt [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

10452

Ebenen_ID

1