NLA HA Nds. 732 Lüneburg

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Verwaltungsgericht Braunschweig bzw. Stade, Kammer Lüneburg

Laufzeit

1947-1988

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

1949-1981 Verwaltungsgericht Braunschweig, Auswärtige Kammer Lüneburg
1981-1993 Verwaltungsgericht Stade, Auswärtige Kammer Lüneburg
seit 1993 Verwaltungsgericht Lüneburg

Geschichte des Bestandsbildners

Nachdem der Alliierte Kontrollrat mit dem Gesetz Nr. 36 vom 10. Oktober 1946 die Wiedererrichtung von Verwaltungsgerichten in den Besatzungszonen und in Berlin angeordnet hatte, wurde die Niedersächsische Verwaltungsgerichtsbarkeit mit einer Verordnung der Landesregierung vom 31. März 1949 (GVBl. 49, 76) ins Leben gerufen. Mit Wirkung vom 1. Mai 1949 richtete man Verwaltungsgerichte in Hannover (für die Regierungsbezirke Hannover, Hildesheim und Osnabrück), in Oldenburg (für den Verwaltungsbezirk Oldenburg sowie die Regierungsbezirke Aurich und Stade) und in Braunschweig (für den Verwaltungsbezirk Braunschweig und den Regierungsbezirk Lüneburg) ein – eine Organisationsstruktur, die mehr als drei Jahrzehnte bestehen blieb.

Die Gerichte hatten auswärtige Kammern jeweils an den mit ihren Sitzungen nicht identischen Regierungssitzen, also in Hildesheim und Osnabrück, in Aurich und Stade sowie in Lüneburg. Ab diesem Zeitpunkt war Lüneburg herabgestuft zum "Landesverwaltungsgericht Braunschweig, Auswärtige Kammern Lüneburg".

Durch das Gesetz zur Änderung des Nds. Ausführungsgesetzes zur VwGO vom 12. März 1981 wurde Stade als viertes Verwaltungsgericht errichtet. Infolge der Neuverteilung der auswärtigen Kammern wurden ihm die Kammern Lüneburg zugeordnet, die fortan "Verwaltungsgericht Stade, Auswärtige Kammern Lüneburg" hießen.

Mit dem Gesetz zur Änderung des Nds. Ausführungsgesetzes zur VwGO und zur Finanzgerichtsordnung sowie der Niedersächsischen Disziplinarordnung vom 1. Februar 1993 (GVBl. 1993, S. 40) wurden in Niedersachsen insgesamt sieben Gerichte geschaffen. Gleichzeitig wurden die Gebiete der Landkreise Celle, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Soltau-Fallingbostel (jetzt: Heidekreis) und Uelzen zum Gerichtsbezirk des Verwaltungsgerichtes Lüneburg hinzugefügt. Seit Inkrafttreten der Gesetze zum 1. Juli 1993 ist das Verwaltungsgericht Lüneburg als selbständiges Gericht tätig, das aus zehn Kammern besteht, darunter eine Fachkammer für Landespersonalvertretungssachen, eine Fachkammer für Bundespersonalvertretungssachen, eine Fachkammer für Landesdisziplinarsachen sowie eine Fachkammer für Bundesdisziplinarsachen.

Stand: April 2005

Bestandsgeschichte

In den Bestand sind vor allem Gerichtsverfahren (u.a. gegen das Land Niedersachsen und dessen Dienststellen sowie niedersächsische Landkreise, Städte und Gemeinden, einzelne Personen, kirchliche Einrichtungen) und Urteilssammlungen aufgenommen worden.

Stand: April 2005

Enthält

Gerichtsverfahrensakten, Urteilssammlungen, Prozesslisten

Literatur

www.verwaltungsgericht-lueneburg.niedersachsen.de (Stand: Juni 2015)

Findmittel

EDV-Findbuch (2005)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M.

17,2

Benutzung

Findmittel zu Archivgut mit Daten, die dem Sozialgeheimnis, der ärztlichen Schweigepflicht, Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen oder vergleichbarer Rechtsvorschriften unterliegen, können nicht online präsentiert werden.

Sowohl Findmittel als auch Archivgut können im Niedersächsisches Landesarchiv Hannover unter Berücksichtigung der Einhaltung von Schutz- und Sperrfristen nach §5 NArchG eingesehen werden.