NLA AU Dep. 34

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Stadt Aurich

Laufzeit

1539-1991

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Unterlagen der Stadt Aurich, die seit 1561 Residenz der Grafen von Ostfriesland war, 1978 jedoch mit der Auflösung der Regierung die Hauptstadtrolle verlor.

Bestandsgeschichte

Vorwort Dep. 34 A und Dep. 34 B:

Vermutlich bildete ein Reskript des Fürsten Georg Albrecht vom 09.11.1730 an Bürgermeister und Rat der Stadt Aurich die Grundlage für das Stadtarchiv. In ihm heißt es: "... Es ist Uns aus eurem unterthänigsten Bericht vom 20. Octobr. jüngsthin zu ersehen lieb gewesen, daß ihr darüber seyn wollet, daß die noch vorhandene die Stadt angehende Briefschaften in einem verschlossenen Schranken auf dem Rathause wohl aufgehoben werden ..." (Dep. 34 B, Nr. 197). Anlaß für diesen Bericht der Stadt Aurich war der Verlust des Stadtprivilegs aus dem Jahr 1539. Bereits zehn Jahre vorher war dieses Mißgeschick schon einmal eingetreten. Glücklicherweise konnte die Urkunde jedesmal wiedergefunden werden. Um nun Vorfälle ähnlicher Art zu vermeiden, hatte sich nun die Stadt entschlossen, ihre Archivalien in einem Schrank zu verwahren.
Über den Aufbau der städtischen Registratur liegen erst Nachrichten aus der französischen Zeit vor. Weitere Hinweise finden sich dann aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Jahre 1852 entschloß sich die Stadt, ein neues Registraturschema auszuarbeiten zu lassen und beauftragte damit den Rechnungssteller J.G. Kramer, nachdem man vorher zunächst von sich aus alle unwichtigen Akten ausgesondert hatte. Leider dürfte bei dieser Aussonderung auch ein ganz erheblicher Teil von historisch bedeutsamen Material des 17. und 18. Jahrhunderts mit vernichtet worden sein, betrug doch das Gewicht der ausgesonderten Akten mehr als 1200 Pfund (Dep. 34 B, Nr. 208)! Kramer arbeitete dann noch einmal den verbliebenen Aktenbestand durch und faßte die nicht kurrenten Akten in der sogenannten "Älteren Rathäuslichen Registratur" zusammen. Für die noch benötigten Akten erarbeitete er - wahrscheinlich diente hier der Registraturplan einer anderen Stadt als Vorlage - ein recht gutes und brauchbares Registraturschema mit genügender Staffelung der

Haupt-, Ober- und Untergruppen aus (Dep. 34 B, Nr. 204-207). Die Brauchbarkeit dieses Registraturplanes zeigt sich daran, daß er noch um 1930 seinen Zweck erfüllte.
Im Jahre 1914 wurde zunächst die "Ältere Rathäusliche Registratur" in das Staatsarchiv überführt (acc. 11/1914), der dann im Jahre 1935 eine Abgabe von ca. 300 Akten folgte. Von dieser Aktenabgabe wurden ca. 220 Akten kassiert, leider auch wertvolles Material für die Erforschung der Sozialstruktur der Stadt um die Jahrhundertwende und die Steuerlisten. So wurden lediglich die verbleibenden 80 Akten an das Depositum ohne chronologische und sachliche Ordnung angefügt. 1957 erfolgte dann die zweite größere Abgabe. Es handelte sich hierbei in erster Linie um Akten aus der Zeit von ca. 1900 - 1945. Dank einer vorher erfolgten groben Ordnung durch den Kreisinspektor i.R. Uphoff bedurfte es zunächst keiner weiteren Ordnung und Verzeichnung.
Bei der jetzt erfolgten Neuverzeichnung wurden zunächst beide bislang benutzten Findbücher herangezogen; es zeigte sich jedoch, daß oftmals Aktentitel im Findbuch und Inhalt der Akten sowie Jahresangaben nicht übereinstimmten, so daß schließlich alle Akten neu verzeichnet wurden.
Bei der Neuordnung wurden Urkunden, Akten und Karten von einander getrennt, wobei bei den Karten nur die bedeutenderen herausgezogen, während die von minderer Bedeutung (z.B. Bauskizzen und Auszüge aus den Katasterkarten) in den Akten belassen wurden. Der deduktive Aufbau des Bestandes orientiert sich in den Untergruppen an dem von Herrn Uphoff erstellten Abgabeverzeichnis.
Der vorliegende Bestand umfaßt etwa die Zeit von 1700 bis zum 2. Weltkrieg mit dem Schwergewicht auf dem 19. und 20. Jahrhundert. Kassiert wurden ca. 10 Akten ohne jeden historischen oder rechtlichen Wert.
Die bislang dem Depositum angeschlossene Abteilung Druckwerke - in der Hauptsache Gesetz- und Intelligenzblätter - wurden

in die Drucksachenabteilung bzw. die Bibliothek des Staatsarchivs eingegliedert.

Aurich, den 27. November 1972
Pötzsch

Nachtrag zum Vorwort Dep. 34 A und B:
Die Druckwerke der Stadt wurden nicht in die Bibliothek ausgegliedert sondern nur sehr behutsam an das Ende des Bestandes angegliedert. Sie tragen noch DEP 34, X Signaturen, wurden jedoch virtuell in den Bibliothekskatalog aufgenommen. Die dort vorhanden gewesenen Amtsblätter Ostfrieslands wurden1997 vom Historischen Museum übernommen.
19.5.2008, Hennings


Vorwort zu Dep. 34 C (Stadt Aurich, jüngere Zeit)
Bei der im Dezember 1983 durchgeführten Aussonderung bei der Stadtverwaltung Aurich wurden die in diesem Verzeichnis erfaßten Akten übernommen. Wegen des Umfangs der Abgabe wurden diese Akten nicht in den schon vorhandenen Bestand des deponierten Stadtarchivs (Dep. 34 B) eingefügt, sondern zu einem neuen (Teil-)Bestand mit der Bezeichnung Dep. 34 C zusammengefaßt.
Der Bestand beinhaltet das Schriftgut der Kommunalverwaltung aus der Zeit von ca. 1880 bis 1954, wobei viele Akten teilweise früher einsetzen und auch über das Stichjahr hinausgehen. Akten dieser Abgabe, die vor dem Jahre 1900 enden, wurden in den Bestand Dep. 34 B eingeordnet. Eine Ausnahme bilden dabei die Akten betreffend den Schlachthof, da dort eine entsprechende Aktengruppe nicht vorgesehen war.
Bei der Benutzung des vorliegenden Findbuchs empfiehlt es sich immer, auch das Verzeichnis für den Bestand Dep. 34 B heranzuziehen. Im übrigen liegt für die Geschichte der Stadt Aurich und seiner Umlandgemeinden zwischen 1900 und 1950 ein besonderes Quelleninventar vor.

Aurich, im Mai 1984
Pötzsch


Vorwort zu Dep. 34:
Von April 2007 bis Mai 2008 wurden die bisher nur maschinenschrifltich vorhandenen Findbücher nach und nach in AIDA übertragen. Dabei wurden die bisher getrennt vorhandenen Findbücher Dep. 34 A und B sowie Dep. 34

C wieder in ein einziges Findbuch Dep. 34 zusammengefasst, wobei die Signaturbezeichnungen A, B und C aus pragmatischen Gründen beibehalten wurden. Gleichzeitig bot sich an, die Klassifikation zu überarbeiten.
Aurich im Mai 2008
Dr. Michael

Hermann

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Stadt Aurich

Zeit von

1817

Zeit bis

1885

Objekt_ID

34

Ebenen_ID

6520

Georeferenzierung

Bezeichnung

Aurich, Stadt [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

10849

Ebenen_ID

1