NLA HA Nds. 620 Göttingen

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Wasserwirtschaftsamt/Amt für Wasser und Abfall Göttingen

Laufzeit 

1882-1987

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Vorbemerkung: Zur allgemeinen Geschichte der Wasserwirtschaftsämter bzw. Staatlichen Ämter für Wasser und Abfall siehe das Vorwort zum Tektonikpunkt "Wasserwirtschaft".

Das Wasserwirtschaftsamt Göttingen war eine der Bezirksregierung Braunschweig nachgeordnete technische Fachbehörde. Sie ging hervor aus den beiden Außenstellen des Wasserwirtschaftsamts Hildesheim und wurde am 1. Oktober 1961 durch Erlass des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums als selbstständiges Wasserwirtschaftsamt eingerichtet. Seine Zuständigkeit erstreckte sich zunächst auf beratende und unterstützende Tätigkeit in den Landkreisen Göttingen, Münden, Duderstadt, Northeim, Osterode am Harz und Zellerfeld sowie der kreisfreien Stadt Göttingen. Infolge der Neuorganisation der Niedersächsischen Wasserwirtschaftsverwaltung kam im Januar 1984 der Landkreis Goslar hinzu. 1986 umfasste der Zuständigkeitsbereich des Wasserwirtschaftsamtes Göttingen die Landkreise Göttingen, Goslar, Northeim und Osterode am Harz mit den Städten Göttingen und Goslar. Auch kam die Ende der 50er Jahre in Hildesheim entstandene Bauabteilung Leineregulierung hinzu, die vorrangig mit der Errichtung von Hochwasserschutzbauwerken im Leinetal betraut war.

Mit den Erweiterungen seines Zuständigkeitsbereiches waren auch neue Aufgaben verbunden (vgl. Liersch, 25 Jahre, S. 7):

1. Einrichtung eines chemischen Labors zur Überwachung der Gewässer, der Abwassereinleiter und der Abfalldeponien.
2. Einrichtung eines biologischen Labors zur Überwachung der Gewässergüte,
3. Fachtechnische Überwachung der Abfallbeseitigungsanlagen.
4. Aufgaben des gewässerkundlichen Landesdienstes gemäß § 52 NWG.

Über den regulären Aufgabenbereichen eines Wasserwirtschaftsamtes hinaus lag der Schwerpunkt des Wasserwirtschaftsamtes Göttingen auf dem Hochwasserschutz, insbesondere das Betreiben des Hochwasserrückhaltebeckens in Salzderhelden.

Zum 1. September 1989 wurde das Wasserwirtschaftsamt Göttingen im Rahmen einer allgemeinen Neuorganisation der Wasserwirtschaftsbehörden in Staatliches Amt für Wasser und Abfall Göttingen umbenannt. Es setzte sich zusammen aus vier, einem Amtsleiter unterstehenden Abteilungen:

Abt. 1: Allgemeine Verwaltung, Landeseigene Anlagen
Abt. 2: Gewässerkundlicher Landesdienst, Wasserwirtschaftliche Grundlagen
Abt. 3: Gewässerschutz, Siedlungswasserwirtschaft, Hochwasserschutz, Bau landeseigener Anlagen
Abt. 4: Abfallwirtschaft, Altlasten

Zum 1. Januar 1998 wurde es ebenso wie alle anderen Staatlichen Ämter für Wasser und Abfall aufgelöst und ein Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz (NLWK) errichtet (Nds. MBl. S. 298). An dem bisherigen Standort Göttingen entstand eine Betriebsstelle des neuen Landesbetriebes.

Stand: 27. Juli 2015

Bestandsgeschichte 

Die niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreformen der 1970er Jahre führten zu einer Veränderung der Archivsprengel und damit der Zuständigkeitsbereiche. Daher findet sich das vor 1978 entstandene Schriftgut des Wasserwirtschaftsamts im Hauptstaatsarchiv Hannover, das danach entstandene Schriftgut des Wasserwirtschaftsamts bzw. Amts für Wasser und Abfall Göttingen hingegen im Staatsarchiv Wolfenbüttel.

Enthält 

Entwässerungs- und Meliorationsmaßnahmen, Beseitigung von Hochwasserschäden, Ortseindeichungen, Brückenbau, Wasserversorgung und Wasseruntersuchungen, Landesplanung, Kanalisation und Kläranlagen, wasserrechtliche Verleihungsanträge, Wasserverbände

Literatur 

Liersch, Klaus-Martin: 25 Jahre Wasserwirtschaftsamt Göttingen 1961-1986. Göttingen 1986.

Findmittel 

EDV-Findbuch 2015

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

NLA WO, 1012 Nds (Wasserwirtschaftsamt Göttingen)

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

17,1

Bearbeiter 

Regina Schleuning (2015)

Benutzung 

Das Archivgut kann im Niedersächsischen Landesarchiv Hannover unter Berücksichtigung der Einhaltung von Schutz- und Sperrfristen nach §5 Niedersächsisches Archivgesetz (NArchG) eingesehen werden.