NLA AU Rep. 201

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Schulaufsichtsamt Emden

Laufzeit 

1960-1997

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Die Schulaufsichtsämter gehen auf die erstmals 1872 bestellten Kreisschulinspektoren zurück, die bis 1885 dem Konsistorium, danach der Bezirksregierung unterstellt waren. Bis 1872 war die Schulaufsicht von den Kircheninspektionen wahrgenommen worden.

Bestandsgeschichte 

Bis 1997 bestanden im alten Regierungsbezirk Aurich 4 bzw. 5 Schulaufsichtsämter: 1. Aurich I (Altkreis Aurich), 2. Aurich II (Altkreis Norden), 3. Emden (Emden, Teil Kreis Norden), 4. Leer (Kreis Leer) und 5. Wittmund (Kreis Wittmund). Mit der Verwaltungsreform von 1997 wurden diese in Außenstellen der Bezirksregierung umgewandelt, ihre Registraturen bis auf wenige Akten aufgelöst.
Die Schulaufsichtsämter gehen auf die erstmals 1872 bestellten Kreisschulinspektoren zurück, die bis 1885 dem Konsistorium, danach der Bezirksregierung unterstellt waren. Bis 1872 war die Schulaufsicht von den Kircheninspektionen wahrgenommen worden. Die Bezeichnung Schulrat fand erst zu Beginn der Weimarer Republik Verwendung. 1980 wurden die Schulräte alten Stils verwaltungstechnisch in Schulaufsichtsämtern mit verschiedenen Dezernaten zusammengeführt.
Aufgrund zahlreicher Kassationen liegt der Schwerpunkt der Überlieferung auf der Zeit nach 1945. Allerdings haben sich in Leer und Wittmund auch Akten der Kirchen- und Schulinspektionen aus dem 18. bzw. vom Ende des 19. Jahrhunderts erhalten.

Nachtrag:

Der Bestand des Schulaufsichtsamts Emden (Rep. 201) umfasst vor allem Unterlagen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Die Übernahme des Bestands war 1996 eher in Form einer Notbergung erfolgt. Daher wurden bei der Verzeichnung einzelne Nachkassationen in Anlehnung an das Archivierungsmodell Schulaufsichtsämter (erstellt 1996 vom Staatsarchiv Aurich) durchgeführt. Kassiert wurden insbesondere Doppelüberlieferungen und Akten, in denen das Schulaufsichtsamt als handelnder Akteur nicht in Erscheinung trat, sondern lediglich als Informationsvermittler zwischen höheren Stellen und den einzelnen Schulen fungierte. Akten vor 1970 waren bereits bei der Übernahme kaum mehr vorhanden, Akten vor 1945 überhaupt nicht.

In der Überlieferung spiegeln sich zeitbedingte schulpolitische

Entwicklungen und Reformmaßnahmen auf lokaler und regionaler Ebene wider, wie etwa die Einführung der Orientierungsstufe oder die schulische Integration von Migranten (Ausländer und Spätaussiedler). Ein nicht unerheblicher Teil der Unterlagen ist personenbezogen und unterliegt daher noch längeren Schutzfristen gemäß NArchG.

Dr. Markus Seemann, im August

2012

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet