NLA HA Nds. 110 H

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Niedersächsisches Landesverwaltungsamt: Höhere Schulen

Laufzeit 

1890-2010

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Vorbemerkung: Zur allgemeinen Entstehungsgeschichte des Niedersächsischen Landesverwaltungsamts siehe das Gruppenvorwort zum Tektonikpunkt "Landesverwaltungsämter".

Verwaltungsgeschichte der Abteilung D (Höhere Schulen)

Nachdem die Aufgaben des Provinzialschulkollegiums am 1. September 1932 auf den Oberpräsidenten übertragen worden waren,(1) blieb die Abteilung II für das höhere Schulwesen beim Oberpräsidenten nach Kriegsende 1945 zunächst als eigenständige Abteilung bestehen. Aufgrund der Neugestaltung des Oberpräsidiums durch den Organisationserlass Nr. 1 vom 20. Dezember 1945 wurde die Abteilung II (Höheres Schulwesen) als Geschäftsgruppe 3 in die Abteilung Wissenschaft, Kunst und Volksbildung eingegliedert.(2)

Mit der Bildung des Landes Hannover wurde die Verwaltung für das höhere Schulwesen in das Ministerium für Volksbildung, Kunst und Wissenschaft und somit in die ministerielle Zentralinstanz übernommen,(3) wo sie auch mit Gründung des Landes Niedersachsen bis 1950 ohne mittelinstanzlichen Unterbau eingegliedert blieb, obwohl in einer Fußnote zum o. a. Organisationserlass des Oberpräsidenten angemerkt wurde, dass nach der Neugliederung der mittelinstanzlichen Verwaltungsstufe die Angelegenheiten der bisherigen Abteilung Höhere Schulen des Oberpräsidiums auf die Regierungspräsidenten übergehen sollten. Die Zuständigkeit der Verwaltung der höheren Schulen blieb allerdings auf die ehemals preußischen Regierungsbezirke in der Provinz Hannover und das ehemalige Land Schaumburg-Lippe beschränkt, während in den ehemaligen Ländern Braunschweig und Oldenburg die Verwaltung der höheren Schulen den Schulabteilungen bei den Verwaltungspräsidenten unterstellt war.(4)

Da im Kultusministerium diese Tätigkeit als nicht zur Ministerialinstanz gehörige Arbeit angesehen wurde, hatte man sich bereits 1947 entschlossen, die Bildung einer selbständigen Mittelbehörde vorzubereiten. Dementsprechend wurde auch der die Verwaltung der höheren Schulen betreffende Schriftverkehr im Hinblick auf eine spätere Ausgliederung gesondert geführt.(5)

Die Ausgliederung aus dem Kultusministerium erfolgte am 1. April 1950 (6) gemäß dem Beschluss des Niedersächsischen Staatsministeriums vom 21. Februar 1950. Es wurde eine in organisatorischer, personeller und räumlicher Hinsicht selbständige Behörde der Mittelinstanz mit der Bezeichnung "Staatliche Verwaltung der Höheren Schulen in Hannover" eingerichtet. Ihre Zuständigkeit erstreckte sich weiterhin auf das Land Niedersachsen mit Ausnahme der Verwaltungsbezirke Braunschweig und Oldenburg. Auch die sachlichen Zuständigkeiten in Form der Schulaufsicht (Wahrnehmung der fachlichen Aufsicht über Gymnasien und Studienseminare und der in diesem Rahmen zu erfüllenden fachwissenschaftlichen und fachpädagogischen Aufgaben mit entsprechenden Schulorganisationsmaßnahmen) und der Schulverwaltung (Erledigung der sogenannten äußeren Schulangelegenheiten) bleiben erhalten. Für die Weisungs- und Aufsichtsrechte waren die vor dem Jahr 1933 gültig gewesenen grundlegenden preußischen Bestimmungen maßgebend.(7)

Mit Wirkung vom 1. Februar 1959 wurde die selbständige Behörde durch einen Beschluss des Niedersächsischen Landesministeriums als Abteilung D (Höhere Schulen) in das Landesverwaltungsamt eingegliedert,(8) wobei die räumlichen und fachlichen Kompetenzen erhalten blieben.

Im Rahmen der landesweiten Verwaltungs- und Gebietsreform folgte das Landesministerium dem Vorschlag der Sachverständigenkommission,(9) löste die Abteilung D des Landesverwaltungsamtes mit Wirkung vom 1. Januar 1973 auf und konzentrierte den Großteil des Aufgabenbestandes der höheren Schulverwaltung in der Mittelinstanz einheitlich bei den Regierungspräsidenten/ Präsidenten der Verwaltungsbezirke in Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Oldenburg.(10) Da der Regierungspräsident in Hannover zugleich für Hildesheim, der in Lüneburg zugleich für Stade und der Verwaltungspräsident in Oldenburg zugleich für Aurich und Osnabrück zuständig geworden war, wurde der nachfolgenden Bezirksreform mit der räumlichen Konzentration, wie sie im Rahmen der Bezirksreform 1978 mit der Reduzierung von acht auf vier Bezirksregierungen durchgeführt worden ist, bereits vorgegriffen. Dem Kultusministerium blieben die Verteilung der Lehrkräfte, die Aus- und Weiterbildung der Studienreferendare (soweit diese Aufgaben zentral wahrgenommen werden müssen) sowie die Aufgaben des Pädagogischen Prüfungsamtes vorbehalten.(11)

Stand: 1993

Anmerkungen:
1) Über die Behördengeschichte vor 1945 s. Vorwort zum Be stand Hann. 130 bzw. Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Staatsarchivs in Hannover, Bd. 2, hrsg. Von Ernst Pitz (Göttingen 1968), S. 239.
2) HSTA Hannover, Organisationspläne KK 3.
3) Nds. 400 Acc. 121/81 Nr. 798, 799 (Geschäftsverteilungspläne 1946-1958) und Vorwort zu Nds. 440.
4) Verwaltungs- und Gebietsreform in Niedersachsen - Gut achten der Sachverständigenkommission für die Verwaltungs- und Gebietsreform, Hrsg.: Der Niedersächsischen Minister des Innern (Hannover 1969), Bd. 1, S. 244.
5) Nds. 110 H Acc. 86/82 Nr. 1113 (Schreiben des MK an den MI vom 11. März 1950, Gz.: VH 797/50); vgl. auch Vorwort zu Nds. 400.
6) Nds. MBl. 1950, S. 177.
7) Wie Anmerkung 5, Teil 1.
8) Nds. MBl. 1959, S. 124.
9) Wie Anmerkung 4. Durch Beschluss vom 30. März 1965 beauftragte das Niedersächsische Landesministerium den Minister des Innern, eine Sachverständigenkommission mit dem Auftrag zu berufen, unter dem Gesichtspunkt optimaler Leistungsfähigkeit Vorschläge u. a. für eine Verbesserung der Verwaltungsstruktur des Landes zu erarbeiten.
10) Nds. MBl. 1972, S. 285.
11) Wie Anmerkung 10.

Bestandsgeschichte 

Mit der Aufgabenverlagerung der Abteilung D des Landesverwaltungsamtes auf die Regierungspräsidenten/Präsidenten der Verwaltungsbezirke sind sämtliche Personal- und Schulakten auf die jeweiligen Bezirksregierungen verteilt worden, die Generalakten sind insgesamt an die Regierung in Hannover gelangt; archivwürdiges Schriftgut ist nach damaligen Recherchen der zuständigen Mitarbeiter nicht vernichtet worden (Spez. E 1412/11, Tgb.-Nr. 37/73).

Anlässlich einer Abgabe des Regierungspräsidenten in Hannover ist 1976 der Bestand Nds. 440 (Staatliche Verwaltung der höheren Schulen) gebildet worden. Er umfasste die Akzessionen 54/76, 32/78, 108/80, 109/80 und 86/82 (sämtlich Abgaben des Regierungspräsidenten in Hannover), die größtenteils durch Abgabeverzeichnisse erschlossen waren (Acc. 54/76, 32/78, 86/82), und ist in den 1983 neu gebildeten Gesamtbestand Nds. 110 - Landesverwaltungsamt überführt worden, wo die Akzessionen 118/84 (Abgabe der Bezirksregierung in Lüneburg) und 37/86 hinzugefügt wurden. Mit der Neubildung des Bestandes Nds. 110 wurde eine Gesamtgliederung erstellt und Dr. Schwab übernahm die Leitung der Verzeichnungsarbeiten.

Mit der Aufteilung des Gesamtbestandes Nds. 110 in Teilbestände wurde der für die Verwaltung der höheren Schulen im Gesamtbestand bestehende Gliederungsteil nahezu unverändert (grundsätzlich geändert wurde lediglich die Gliederung der Hauptgruppe 7.2) in den Teilbestand Nds. 110 H - der die Akten der ehemaligen Abteilung D (Höhere Schulen) und deren Vorgängerbehörden seit 1945 enthält - überführt. Die Akzessionen 32/78, 108/80, 109/80 und 118/84 sind bei dieser Gelegenheit unter der Akzessionsnummer 108/80 zusammengefasst worden. Zudem erfolgte im Zuge der Verzeichnung der Akzessionen 88/83, 93/83 und 80/84, die von der Abteilung IV (Schulen) der Bezirksregierung Lüneburg an das Hauptstaatsarchiv in Hannover kamen, die Zusammenfassung dieser Akzessionen unter der Akzessionsnummer 80/84.

Wegen der teilweise unzureichenden Titelaufnahmen bedarf das Findbuch einer notwendigen Überarbeitung des Aktenverzeichnisses, wobei auch teilweise die sehr fein gestaffelte Gliederung dann erforderlichenfalls zu revidieren sein wird.

Stand: 1993

In den vorliegenden Bestand Nds. 110 H sind bislang acht Ablieferungen des Niedersächsischen Landesverwaltungsamtes, Abteilung D (Höhere Schulen) eingegangen.

Stand: April 2018

Enthält 

Dienststellenverwaltung, Personalia, allgemeine Schulangelegenheiten, Schulversuche, statistische Erhebungen, Schüleraustausch, Unterrichtswesen, Entnazifizierungen, Seminare, Berufsverbände, Fachberater, Prüfungsangelegenheiten, Aufsicht über einzelne Schulen u.a.

Findmittel 

EDV-Findbuch 2018

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

44,8

Bearbeiter 

Höötmann (1993)

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Das Archivgut kann im Niedersächsischen Landesarchiv Hannover unter Berücksichtigung der Einhaltung von Schutz- und Sperrfristen nach §5 Niedersächsisches Archivgesetz (NArchG) eingesehen werden.

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Niedersachsen

Zeit von 

1946

Zeit bis 

1993

Objekt_ID 

1

Ebenen_ID 

200

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Niedersachsen Teil Wangerooge

Zeit von 

1946

Zeit bis 

2000

Objekt_ID 

16

Ebenen_ID 

100

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Niedersachsen Teil Spiekeroog

Zeit von 

1946

Zeit bis 

2000

Objekt_ID 

15

Ebenen_ID 

100

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Niedersachsen Teil Norderney

Zeit von 

1946

Zeit bis 

2000

Objekt_ID 

11

Ebenen_ID 

100

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Niedersachsen Teil Baltrum

Zeit von 

1946

Zeit bis 

2000

Objekt_ID 

12

Ebenen_ID 

100

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Niedersachsen Teil Borkum

Zeit von 

1946

Zeit bis 

2000

Objekt_ID 

8

Ebenen_ID 

100

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Niedersachsen Teil Juist

Zeit von 

1946

Zeit bis 

2000

Objekt_ID 

10

Ebenen_ID 

100

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Niedersachsen Teil Langeoog

Zeit von 

1946

Zeit bis 

2000

Objekt_ID 

13

Ebenen_ID 

100