NLA AU Rep. 5h

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Kriegsschuldenkommission

Laufzeit

1762-1765

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Die Kriegsschuldenkommission wurde zur Regulierung der 1761 entstandenen Kriegskosten gebildet.

Bestandsgeschichte

VORWORT

1. Die Behörde

Der Zeitraum, in dem die Kriegsschuldenkommission bestand, ihr Aufgabenfeld und ihre personelle Zusammensetzung sind nicht genau bekannt. Bei den in diesem Bestand Zusammengeführten Archivalien handelt es sich nur um Bruchstücke des von der Kommission erzeugten Schriftguts; sie gewähren gleichfalls kein deutliches Bild. Immerhin dürfte aufgrund - allerdings nicht sehr ausführlicher - Bemerkungen Wiardas und aufgrund von Nachrichten in dem vorliegenden Bestand feststehen, dass nach der zweiten französischen Invasion des Septembers und Oktobers 1761 im darauffolgenden Jahre 1762 eine "Königlich Preußische zu Regulierung der Kriegs-Schulden" verordnete Kommission (Rep. 5 h Nr. 6) ihre Arbeit aufnahm. Als Mitglieder der Kommission lassen sich ermitteln der Regierungspräsident von Derchau - möglicherweise ihr Leiter -, und von seiten der Kammer deren Präsident Lentz sowie Kriegsrat Colomb. Mögliche weitere Mitglieder, die von Regierung und Kammer in die Kommission entsandt worden sein könnten, sind nicht bekannt. Ebenfalls möglich, aber nicht nachgewiesen ist, dass ihr auch Vertreter der Stände, etwa des landschaftlichen Administratorenkollegiums angehörten. Nicht auszuschließen scheint, dass die Kriegsschuldenkommission aus der über die kurze Besatzungszeit im Sept./Okt. 1761 hinaus fortbestehenden Kriegs- oder Landesdeputation hervorgegangen ist. Ihre Existenz lässt sich sicher zuletzt zu 1764 (Rep. 5h Nr. 10) belegen. Zu den Aufgaben der Kommission gehörten unter anderem die Aufbringung und Überstellung einer Kontribution an die bereits abgezogenen französischen Truppen, dann die Aufbringung von Entschädigungsgeldern und deren Auszahlung an die während der ersten Zeit der kurzen Invasion durch das Freikorps des Marquis de Conflans besonders hart Getroffenen sowie auch ein Ausgleich in der Belastung hinsichtlich Kriegskosten und

Kriegsschäden unter den durch die Besetzung in unterschiedlichem Maße in Mitleidenschaft gezogenen Landesbewohnern.

2. Der Bestand:
Die in diesem Findbuch aufgeführten Akten waren im bisherigen Bestand (Alte) Preußische Regierung (Rep. 5) enthalten. Ihre abweichenden Provenienz konnte freilich in dem seit den 30er Jahren vorlilegenden Findbuch des damaligen Leiters des Staatsarchivs Aurich, Dr. Werner Heise, nicht ermittelt werden.

Im Zuge der nunmehr durchgeführten völligen Neuverzeichnung des Bestandes, der jetzt Preußische Regierung in Ostfriesland 1744 bis 1806 (bis 1815) heißt, kam es - neben der Eingliederung von bislang anderswo zu greifenden Archivalien in diesen Bestand - angesichts ihrer abweichenden Provenienzzugehörigkeiten zur Überführung einer Fülle von Einheiten in andere und zum Neuaufbau von Beständen.

Aurich, im Januar 1982
Moßig

Nachtrag:
Im Oktober 2008 wurde das vorliegende Findbuch von Herrn Steinbömer in AIDA überführt.
Aurich, im Oktober 2008
Dr.

Hermann

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet