NLA HA Hann. 100 Nienburg

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Staatshochbauamt Nienburg vor 1945

Laufzeit

1742-1973

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Vorbemerkung: Zur allgemeinen Geschichte der Staatshochbauämter und ihren Vorgängereinrichtungen sowie ihren Aufgaben siehe das Gruppenvorwort zum Tektonikpunkt "Staatshochbauämter".

Während im Bereich Nienburg Militärbaubediente für das Militärbauwesen bereits seit 1740 belegt sind, wurde das Landbauwesen nach der Einteilung des Kurfürstentums Hannover in Landbaudistrikte 1779 zunächst von Verden aus verwaltet. 1787 wurde dieser Distrikt geteilt, dabei entstand u.a. der Landbaudistrikt Hoya für die Grafschaften Hoya (ohne Amt Westen) und Diepholz sowie das Amt Wildeshausen. 1824 gehörten zum Landbaudistrikt Hoya die Ämter Alt- und Neubruchhausen, Diepenau, Diepholz, Ehrenburg-Barenburg, Freudenberg, Harpstedt, Hoya, Lemförde, Nienburg, Siedenburg, Steyerberg-Liebenau, Stolzenau, Sycke-Heiligenrode, Uchte und Westen-Thedinghausen. 1841 wurde der Dienstsitz nach Nienburg verlegt.

Im Zuge der ersten Reform der Bauverwaltung im Königreich Hannover (Aufteilung der bisher 12 auf 16 Landbaudistrikte) 1844 wurde der bisherige Landbaudistrikt Hoya auf die Landbaudistrikte Hoya und Nienburg aufgeteilt. Zu letzterem gehörten die Stadt Nienburg und die Ämter Diepenau, Diepholz, Lemförde, Nienburg, Siedenburg, Stolzenau, Uchte und Wölpe. Infolge der zweiten Reform der Bauverwaltung 1857, als die Bezirke der zuletzt 17 Landbaudistrikte auf 23 Landbaudistrikte neu verteilt wurden, wurde der Landbaudistrikt Hoya aufgelöst und sein Amtsbezirk auf die Landbaudistrikte Nienburg und Verden aufgeteilt. Ersterer, 1858 in Landbauinspektion Nienburg umbenannt, erhielt 1858 von der Landbauinspektion Hannover II zudem noch die Ämter Neustadt und Rehburg (bei gleichzeitiger Abgabe der Ämter Bruchhausen, Hoya und Martfeld an die Landbauinspektion Verden), so dass der neue Amtsbezirk die Städte Neustadt a.R. und Nienburg sowie die Ämter Auburg, Diepenau, Diepholz, Ehrenburg, Freudenberg, Harpstedt, Lemförde, Neustadt, Nienburg, Rehburg, Ricklingen, Stolzenau, Sulingen, Uchte und Wölpe umfasste. Nach einer Gebietsreform 1861 gehörten zum Dienstbezirk noch die Städte die Städte Neustadt a.R. und Nienburg sowie die Ämter Diepholz, Freudenberg, Neustadt, Nienburg, Stolzenau, Sulingen und Uchte. 1863 wurden die Stadt und das Amt Neustadt a.R. an die Landbauinspektion Hannover II abgegeben. Im folgenden Jahr wurde die Landbauinspektion Nienburg aufgelöst und als I. Distrikt der Landbauinspektion Hannover II übertragen.

Mit der Angleichung der hannoverschen an die preußische Bauverwaltung nach der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen (1866) wurden für den Bereich Nienburg zum 1. April 1871 die Königlichen Kreisbauinspektionen Bassum, Hoya und Nienburg eingerichtet. Zu letzterer gehörten die Stadt Nienburg und die Ämter Nienburg, Stolzenau und Uchte. 1873/1876 entfiel der Bereich der Wegebausachen, der auf die Provinzialwegebauverwaltung überging.

1884 kamen der Bereich Neustadt a.R. sowie der Amtsbezirk der als Wasserbauinspektion weitergeführten Kreisbauinspektion Hoya hinzu, so dass der Baukreis in die Hochbauinspektionen Nienburg I und II geteilt wurde. Zu ersterer gehörten die Stadt Nienburg und die Ämter Bruchhausen, Hoya und Nienburg, zu letzterer bezüglich der Hochbausachen die Städte Neustadt a.R. und Wunstorf sowie die Ämter Neustadt, Stolzenau und Uchte, sowie bezüglich der Wasserbausachen die Städte Eldagsen, Hannover, Neustadt a.R., Pattensen und Wunstorf und die Ämter Calenberg, Hannover, Linden, Neustadt und Uchte. Nachdem die Wasserbausachen 1888 ausgelagert wurden, wurden beide Hochbauinspektionen zur Hochbauinspektion Nienburg vereinigt. Diese war (nach der Kreisreform 1885) zuständig für die Kreise Hoya, Nienburg und Stolzenau, während der Kreis Neustadt a.R. an die Hochbauinspektion Hannover III abgegeben wurde.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Behörde mehrfach umbenannt: 1910 in "Königliches Hochbauamt Nienburg", 1922 in "Preußisches Hochbauamt Nienburg" und 1933 in "Preußisches Staatshochbauamt Nienburg". 1935 umfasste der Amtsbezirk den Landkreis Nienburg und den ehemaligen Kreis Hoya, der Teil des Landkreises Grafschaft Hoya geworden war. Ab 1939 wurden zudem die Hochbausachen im Landkreis Neustadt a.R. übernommen.

Stand: Oktober 2015

Zur weiteren Geschichte des Staatshochbauamts Nienburg nach 1945 siehe das Vorwort zum Bestand Nds. 240 Weser-Leine.

Bestandsgeschichte

Der Bestand ist vermutlich nach dem Ersten Weltkrieg in das Staatsarchiv Hannover gelangt; der genaue Zeitpunkt der Abgabe ließ sich nicht feststellen.

Auf den Akten waren zwei verschiedene Arten von Registraturkennzeichen festgehalten, so dass sie in die Gruppen Generalia und Spezialia geteilt werden konnten. Die Gruppe Generalia stellt insofern eine Besonderheit dar, weil sie fast nur aus Akten besteht, welche nicht in der Registratur der Behörde, sondern bei dem Landbauinspektor Peters erwachsen sind. Dieser war in Verden, Hoya (bzw. später Nienburg) und Northeim angestellt. Es läßt sich nicht mit Sicherheit sagen, mit welcher Ablieferung und von welchem Bauamt sie abgegeben wurden. Sie waren jedenfalls ein Bestandteil des Hochbaumamtes Nienburg. Im Findbuch sind sie mit unter der Teilprovenienz mit dem Zusatz Handakten Peters gekennzeichnet.

Die Gruppe Spezialia beinhaltet die einzelne Bauten und wurde innerhalber einer Gliederungsgruppe alphabetisch nach Ortsnamen sortiert.

Stand: Februar 1980

Im Jahre 1999 wurden Akten vom Staatshochbauamt Mittelweser übernommen und in einer Akzession (Acc. 128/99) erfaßt. Die Karten erhielten die Kartenaccession 1328. Die Baubestandsbücher der Domänen Ehrenburg und Memsen, die seit 1995 zum Zuständigkeitsbereich des Staatshochbauamtes Mittelweser gehören (vgl. Min. Bl. Nr. 29, 1995, S. 896 f.) wurden zum Bestand Hann. 100 Diepholz unter der Acc. 201/97 gelegt, Bauzeichnungen dazu befinden sich auch in der Kartensammlung bei den Karten - Mappen. Akten aus der Zeit nach 1945 sind im Findbuch Nds. 240 Nienburg zu suchen.

Stand: November 2000

Im Jahr 2000 erfuhr der Bestand Zuwachs durch die Kartenacc. 1348. Der Bestand wurde im Herbst 2002 neu gegliedert und in die EDV eingegeben.

Stand: November 2002

Karten, Pläne, Skizze, usw. zum Gliederungspunkt Bau- und Bauerhaltungsmaßnahmen sind in der Kartensammlung im Kartenfindbuch Mappen unter den Signaturen Mappe Nr. 1363-1381, 1383, 1429-1444 und 1446 zu finden.

In den vorliegenden Hann. 100 Nienburg sind bislang zwei Ablieferungen eingegangen.

Stand: Mai 2014

Enthält

Generalia, Personalia, Bau- u. Bauerhaltungsmaßnahmen für Justiz- u. Gerichtsgebäude, Kirchen, Schulen, u.a. der Baugewerkschule Nienburg, Domänen, Mooradministration, Forstdienstgebäude, Gebäude in Bad Rehburg, besonders die Badeanstalt

Literatur

Siehe Gruppenvorwort

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Nds. 240 Weser-Leine

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M.

2,4

Bearbeiter

Anna Boekhoff (1980)

Dr. Karin Gieschen (2000)

Christina Hillmann-Apmann (2002)

Dr. Christian Helbich (2015)

Benutzung

Die Akten sind teilweise durch Beschädigungen, Pilzbefall und Verunreinigungen geschädigt und können daher nur eingeschränkt zur Benutzung vorgelegt werden.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

teilweise verzeichnet

Abgeschlossen: Nein