NLA HA Hann. 100 Harburg

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Staatshochbauamt Harburg vor 1945

Laufzeit 

1799-1944

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Vorbemerkung: Zur allgemeinen Geschichte der Staatshochbauämter und ihren Vorgängereinrichtungen sowie ihren Aufgaben siehe das Gruppenvorwort zum Tektonikpunkt "Staatshochbauämter".

Nachdem seit 1740 Militärbediente für das militärische Bauwesen in Harburg belegt sind, entstand ein Landbaudistrikt Harburg erst 1857 infolge der zweiten Reform der Bauverwaltung, als die Bezirke der zuletzt 17 Landbaudistrikte auf 23 Landbaudistrikte neu verteilt wurden. Der Landbaudistrikt Harburg wurde als Ausgliederung aus dem Landbaudistrikt Lüneburg sowie aus einzelnen Ämtern der Landbaudistrikte Stade und Verden gebildet. Er umfasste die Städte Buxtehude, Harburg und Winsen sowie die Ämter Artlenburg Harburg, Hittfeld, Horneburg, Moisburg, Pattensen, Salzhausen, Wilhelmsburg, Winsen und Zeven. 1858 wurde der Landbaudistrikt Harburg in Landbauinspektion Harburg umbenannt. Im Zuge der Neugliederung der Bauverwaltung 1863 wurde die Landbauinspektion Harburg aufgelöst und der Baudistrikt der Landbauinspektion Lüneburg II als Teil des I. Distrikts zugewiesen.

Mit der Angleichung der hannoverschen an die preußische Bauverwaltung nach der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen (1866) wurden die Distrikte der Land-, Wege- und Wasserbauinspektionen zusammengelegt und zum 1. April 1871 die "Königliche Kreisbauinspektion Harburg I" (Wege- und Landbausachen) und die "Königliche Kreisbauinspektion Harburg II" (Wasser- und Hafenbausachen) als Ausgliederungen aus der bisherigen Landbauinspektion Lüneburg II neu gebildet. Der Amtsbezirk der Kreisbauinspektion Harburg I umfasste die Städte und Ämter Harburg und Winsen sowie das Amt Tostedt. 1873/1876 entfiel der Bereich der Wegebausachen, der auf die Provinzialwegebauverwaltung überging.

1891 übernahm die Kreisbauinspektion Harburg I (ab ca. 1895 Hochbauinspektion Harburg) von der Kreisbauinspektion Lüneburg, die als reine Wasserbauinspektion weitergeführt wurde, deren Hochbausachen, so dass der Dienstbezirk die Städte Harburg und Lüneburg, die Kreise Harburg, Lüneburg und Winsen sowie das ehemalige Amt Bleckede umfasste. 1902 wurden die Stadt Lüneburg und die Kreise Bleckede und Lüneburg an die neu eingerichtete Kreisbauinspektion Lüneburg I abgegeben; dafür erhielt die Hochbauinspektion Harburg von der Hochbauinspektion Uelzen den Kreis Soltau, so dass zum neuen Amtsbezirk die Stadt Harburg und die Kreise Harburg, Soltau und Winsen gehörten.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Behörde mehrfach umbenannt: 1910 in "Königliches Hochbauamt Harburg", 1922 in "Preußisches Hochbauamt Harburg" und 1933 in "Preußisches Staatshochbauamt Harburg".

Durch das Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen (Groß-Hamburg-Gesetz; RGBl. I 1937, S. 91) vom 26. Januar 1937 wurde die Stadt Harburg zum 1. April 1937 in die Stadt Hamburg eingemeindet. Der Sitz des Staatshochbauamts wurde daher nach Soltau verlegt, wo bereits eine Außenstelle existierte. Aus seinem bisherigen Amtsbezirk gelangte der Landkreis Harburg (seit 1932 um den Kreis Winsen erweitert) an das Staatshochbauamt Lüneburg, während der von Soltau aus verwaltete Dienstbezirk nunmehr die Landkreise Soltau und Fallingbostel (bisher Staatshochbauamt Celle) umfasste. Übergangsweise wurde zwischen 1937 und 1939 in Harburg-Wilhelmsburg eine Selbständige örtliche Bauleitung beibehalten, welche die begonnenen preußischen Baumaßnahmen im Landkreis Harburg fertigstellen sollte.

Stand: Oktober 2015

Bestandsgeschichte 

Aufgrund der Durchführung des Groß-Hamburg-Gesetzes befinden sich Akten des Hochbauamtes Harburg auch im Staatsarchiv Hamburg, Bestand 65 (vgl. FA 78). Bei der Verlegung des Hochbauamtes von Harburg nach Soltau sind die Generalakten aus Harburg mit nach Soltau gelangt, die Akten betr. die eigentlichen Baumaßnahmen hat das Staatshochbauamt Lüneburg erhalten. Die Abgabe dieser Akten aus Lüneburg an das Hauptstaatsarchiv fand 1957 zusammen mit den Akten statt, die den Bestand Hann. 100 Lüneburg bilden (Acc. 30/57), die Aktenabgabe aus Soltau geschah 1959 (Acc. 30/59).

Die Akten des bis 1937 existierenden Staatshochbauamtes Harburg befanden sich also ursprünglich bei zwei verschiedenen Baubeständen. Die Beibehaltung dieser Trennung hätte die Benutzung unnötig erschwert. Ohnehin waren die Baubestände durch mehrere Umlagerungen durcheinandergeraten. Deshalb sind bei der Ordnung die Akten, die als solche des ehemaligen Hochbauamtes Harburg erkannt wurden, aussortiert und zu einem eigenen Bestand zusammengefaßt worden. Auf den Akten waren zwar alte Registratursignaturen festgehalten, jedoch nicht derart, daß danach eine Gliederung hätte erfolgen können. Daher wurde eine neue Ordnung hergestellt.

Soweit erkennbar, handelt es sich bei den Akten, die vom Staatshochbauamt Soltau abgegeben wurden, um die Nrn. 3, 6, 9, 13-27, 104-106 und 111.

Stand: Februar 1980

Im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes ist das maschinenschriftliche Findbuch in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.

Stand: März 2003

Enthält 

u.a. Generalia, Personalia, Bau- u. Bauunterhaltung für Staats- u. Regierungsgebäude sowie Justiz- u. Gerichtsgebäude, Schulen, Domäne Moisburg, Außenmühle Harburg, Forstdienstgebäude, weitere Gebäude, u.a. das Schloss Harburg, Wasser. u. Brückenbau

Literatur 

Siehe Gruppenvorwort

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

3,3

Bearbeiter 

Anna Boekhoff (1980)

Dr. Christian Helbich (2015)

Benutzung 

Der Bestand ist wegen starker Verpilzung gesperrt.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet