NLA HA Hann. 100 Hameln

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Staatshochbauamt Hameln vor 1945

Laufzeit 

1844-2002

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Vorbemerkung: Zur allgemeinen Geschichte der Staatshochbauämter und ihren Vorgängereinrichtungen sowie ihren Aufgaben siehe das Gruppenvorwort zum Tektonikpunkt "Staatshochbauämter".

Während zur Zeit des Kurfürstentums Hannover bereits seit 1740 in Hameln ansässige Militärbaubediente (Landesfestung Hameln) genannt werden, wurden Landbausachen für den Hamelner Bereich bis zur ersten Reform der Bauverwaltung im Königreich Hannover (Aufteilung der bisher 12 auf 16 Landbaudistrikte) 1844 von Hannover (Landbaudistrikt Calenberg) aus betreut. Danach wurde ein Landbaudistrikt Hameln eingerichtet, zu dem die Stadt Hameln, das Stift Hameln, die Ämter Calenberg, Coppenbrügge, Grohnde-Ohsen, Hameln, Lauenau, Lauenstein, Polle und Springe sowie das Klosteramt Wülfinghausen gehörten. 1858 wurde der Landbaudistrikt Hameln in Landbauinspektion Hameln umbenannt. Im Zuge der Neugliederung der Bauverwaltung 1863 wurde die Landbauinspektion Hameln aufgelöst und der Baudistrikt der Landbauinspektion Hannover II als II. Distrikt zugewiesen.

Mit der Angleichung der hannoverschen an die preußische Bauverwaltung nach der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen (1866) wurden die Distrikte der Land-, Wege- und Wasserbauinspektionen zusammengelegt und zum 1. April 1871 die "Königliche Kreisbauinspektion Hameln" wiedereingerichtet, deren Dienstbezirk die Städte Hameln und Bodenwerder sowie die Ämter Hameln, Lauenstein und Polle umfasste. 1873/1876 entfiel der Bereich der Wegebausachen, der auf die Provinzialwegebauverwaltung überging. 1884 wurde die Kreisbauinspektion Hameln in eine reine Wasserbauinspektion umgewandelt, während im gleichen Jahr die 1876 eingerichtete Hochbauinspektion Hannover III aufgelöst und zur Hochbauinspektion Hameln umgewandelt wurde, welche die mit der Kreisreform entstandenen Kreise Hameln und Springe betreute.

Am 26. November 1910 erfolgte die Umbenennung der Behörde in "Königliches Hochbauamt Hameln". Zum 1. April 1922 wurde das Teilgebiet Pyrmont des Freistaats Waldeck-Pyrmont der Provinz Hannover und dort dem Kreis Hameln eingegliedert, der in Hameln-Pyrmont umbenannt wurde. Der Amtsbereich des Hochbauamts Hameln, das im gleichen Jahr in "Preußisches Hochbauamt Hameln" umbenannt wurde, wurde entsprechend auf Pyrmont erweitert, so dass u.a. auch die Badeanlagen des ehemaligen fürstlichen Bades Pyrmont betreut wurden. Mit dem Erlass des preußischen Finanzministers vom 8. Juni 1923 ging dagegen die Betreuung des Kreises Springe zum 1. August 1923 auf das Hochbauamt Hannover III über, wurde allerdings 1929 wieder dem Hochbauamt Hameln zugeordnet.

Nach dem Wechsel des Kreises Grafschaft Schaumburg von der preußischen Provinz Hessen-Nassau zur preußischen Provinz Hannover 1932 wurde das Hochbauamt Rinteln aufgelöst und dessen Amtsbezirk dem Hochbauamt Hameln zugewiesen, welches aufgrund des Erlasses des preußischen Finanzministers vom 28. November 1933 in "Preußisches Staatshochbauamt Hameln" umbenannt wurde und die Landkreise Hameln-Pyrmont, Springe und Grafschaft Schaumburg umfasste.

1935 wurde für die Betreuung des Staatsbades Nenndorf (Landkreis Grafschaft Schaumburg) eine Selbständige örtliche Bauleitung Bad Nenndorf abgetrennt, die 1938 allerdings wieder mit dem Staatshochbauamt Hameln zusammengeschlossen wurde. Dafür gab die Behörde den Landkreis Springe an das Staatshochbauamt Hannover III ab, so dass als Zuständigkeitsbereich die Landkreise Hameln-Pyrmont und Grafschaft Schaumburg verblieben.

Stand: Oktober 2015

Zur weiteren Geschichte des Staatshochbauamts Hameln nach 1945 siehe das Vorwort zum Bestand Nds. 240 Hameln.

Bestandsgeschichte 

Die nachstehend verzeichneten Akten entstammen zwei Abgaben des Staatshochbauamtes Hameln. Eine datiert aus dem Jahre 1901 (Acc. 6/1901). Bei dem damals üblichen Abgabeverfahren über die Regierung Hannover wurden mehr als die schließlich übernommenen sieben Akten angeboten (vgl. Schriftwechsel in Hann. 1/3 Nr. 420).

Eine zweite Abgabe des Staatshochbauamtes erfolgte im März 1980 (Acc. 12/80). Beide wurden anhand einer neugewählten Gliederung zusammengeordnet. Die Akten aus der Acc. 6/1901 sind durch einen entsprechenden Zusatz besonders gekennzeichnet.

Karten wurden hauptsächlich in eingehefteter oder Buchform überliefert. Sie sind ebenfalls dem Bestand zugeordnet worden.

Stand: März 1980

Ein weiterer Zugang von 0,3 lfd. Metern ist vom Staatshochbauamt Hannover I (vgl. HStAH Nr. 511/82 - Spez. E 1515 Hannover) abgegeben und unter der Acc. 28/83 archiviert worden.

Stand: 22. April 1983

Am 30. Juli 1987 und am 15. Oktober 1987 wurden Baupläne, Bauakten und Baubestandsbücher des Staatshochbauamtes Hameln aus den verwahrten Beständen im Keller der Außenstelle in Bad Pyrmont und auf dem Boden des Behördenhauses im Hauptgebäude in Hameln ausgewählt und ins Hauptstaatsarchiv nach Hannover gebracht. Anlass war die beschlossene Auflösung der Außenstelle in Bad Pyrmont zum Jahresende 1987. Die übernommenen Pläne werden in die Kartenabteilung eingegliedert (vgl. Gz. 937/87 - Spez. E 1515). Da das Staatshochbauamt kein Übergabeverzeichnis erstellt hat, mussten die Akten ohne eine solche Liste verzeichnet werden. Sie umfassen 2 lfd. Meter und wurden in der Acc. 113/87 in diesem Bestand zusammengefasst, auch wenn die Akten z.T. aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg stammen. Bei einer künftigen, umfangreicheren Ablieferung neuerer Akten sollte diese Akzession in einen älteren Teil, der in den bereits bestehenden Bestand Hann. 100 Hameln einzuarbeiten wäre, und in einen jüngeren Teil aus der Zeit nach 1945, der dem zu bildenden Bestand Nds. 240 Hameln zuzuordnen wäre, aufgegliedert werden.

Stand: 25. November 1987

Das Staatsarchiv Bückeburg hat am 27. Mai 1998 an das Hauptstaatsarchiv in Hannover 3 Akten abgegeben (vgl. Az. 56301/240 Hameln), die unter der Acc. 84/98 zu finden sind.

Stand: 4. Juni 1998

Der Bestand wurde um die Zugänge Acc. 2002/171, Acc. 2003/165 und Acc. 2003/216 erweitert.

Im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes ist das maschinenschriftliche Findbuch in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.

Stand: Dezember 2003

Der Bestand wurde um die Acc. 2014/002 erweitert; diese Ablieferung des ehemaligen Staatshochbauamtes Hameln ist im Dezember 2013 vom SB Weser-Leine, Außenstelle Bückeburg, über das NLA, Standort Bückeburg abgegeben worden.

Stand: Januar 2014

Enthält 

Generalia, Personalia, Bau- u. Bauunterhaltung für Justiz- u. Gerichtsgebäude, Kirchen, Domänen, Mühlen, Finanzamt Springe, Forstdienstgebäude, Militär- u. Polizeibauten, Jagdschloss etc. im Saupark Springe, Gebäude in Bad Nenndorf und Bad Pyrmont, Wasser- u. Wegebau

Literatur 

Siehe Gruppenvorwort

Siehe

Korrespondierende Archivalien 

Nds. 240 Hameln

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

5,3

Bearbeiter 

Anna Boekhoff (1980/1983)

Dr. Jürgen Asch (1987)

Dr. Karin Gieschen (1998)

Christiane Drewes (2014)

Dr. Christian Helbich (2015)

Benutzung 

Der Bestand ist wegen starker Verpilzung für eine archivische Nutzung teilweise gesperrt.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

teilweise verzeichnet

Abgeschlossen: Nein