NLA AU Rep. 5e

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Kommission zur Überprüfung der Landrechnungen

Laufzeit

1744-1748

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Angesichts der unzureichenden Finanzwirtschaft der Landstände von Ostfriesland wurde nach der preußischen Besitzergreifung eine Kommission eingesetzt, welche die Landrechnungen der vorhergehenden drei Jahre nachprüfte.

Bestandsgeschichte

VORWORT

1. Die Behörde

Auf dem ersten Landtag Ostfrieslands nach dem Anfall an Preußen, ausgeschrieben auf den 20. Juni 1744, standen die Erbhuldigungen für König Friedrich II. im Vordergrund. Zugleich lag aber bei der Steuereinziehung und -verwaltung, der wichtigsten Zuständigkeit der Stände, ein Schwerpunkt der Gespräche: eingerissene Missstände mussten angesichts der zu erwartenden strafferen Verwaltungsführung der neuen Landesherrschaft bereinigt werden. Am Schlusstage des darauffolgenden - prorogierten - Landtags vom 6. Oktober bis 8. Dezember überreichten die Stände ein Schreiben, in dem um Einsetzung einer Kommission zur Überprüfung der Landrechnungen der Jahre 1741 bis 1744 gebeten wurde. Der die Landrechnung führende Landrentmeister - von 1740 bis 1744 Cornelius Schütte - sowie die ihn beaufsichtigenden landschaftlichen Administratoren, denen - allen voran dem Administrator von Hane - Eigennutzung von Steuergeldern vorgeworfen wurde, waren zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr im Amt; der ritterschaftliche Administrator Carl Philipp Freiherr zu Inn- und Knyphausen war von diesem gerade auch von ständischer Seite vertretenen Vorwurf ausdrücklich ausgenommen. Die Stände sahen sich mit diesem Schritt genötigt, der neuen landesherrlichen Verwaltung eine gewiss nicht unerhebliche Mitsprache bei ihrer wesentlichsten Aufgabe einzuräumen.

Kanzler Homfeld wurde im folgenden Jahr als landesherrlicher Kommissar beauftragt, zusammen mit hierzu zu ernennenden Deputierten der Stände diese Überprüfung vorzunehmen. Neben dem landesherrlichen Kommissar Kanzler Homfeld gehörten der Kommission je zwei landständische Deputierte der Ritterschaft, der Städte und des dritten Standes an. Sie traten am 24. August 1745 erstmals zusammen und legten eine ganze Reihe von Beanstandungen nieder. In unregelmäßiger Folge und in einer personellen Besetzung, die nur leichten

Veränderungen unterworfen war, tagte die Kommission bis zum 16. August 1748; zu diesem Tag ist eine Kommissionssitzung zum letzten Male nachweisbar.

2. Der Bestand:
Die in diesem Findbuch aufgeführten Akten waren im bisherigen Bestand (Alte) Preußische Regierung (Rep. 5) enthalten. Ihre abweichenden Provenienz konnte freilich in dem seit den 30er Jahren vorlilegenden Findbuch des damaligen Leiters des Staatsarchivs Aurich, Dr. Werner Heise, nicht ermittelt werden.

Im Zuge der nunmehr durchgeführten völligen Neuverzeichnung des Bestandes, der jetzt Preußische Regierung in Ostfriesland 1744 bis 1806 (bis 1815) heißt, kam es - neben der Eingliederung von bislang anderswo zu greifenden Archivalien in diesen Bestand - angesichts ihrer abweichenden Provenienzzugehörigkeiten zur Überführung einer Fülle von Einheiten in andere und zum Neuaufbau von Beständen.

Aurich, im Januar 1982
Moßig

Nachtrag:
Im Oktober 2008 wurde das vorliegende Findbuch von Herrn Steinbömer in AIDA überführt.
Aurich, im Oktober 2008
Dr.

Hermann

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet