NLA HA Hann. 71 Hildesheim

  • Zugeordnete Objekte zeigen
  • Drucken
  • Mit Strg+C oder Rechtsklick kopieren.
    Verlinken
  • Versenden
  • Verbessern

Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Justizkanzlei/Obergericht Hildesheim

Laufzeit 

1648-1910

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Allgemeines, Personalia, Zivilprozesse, Testaments- und Nachlasssachen, Vormundschaften, Depositenwesen, Hypthekenakten und Hypothekenbücher, Varia
Findmittel: EDV-Findbuch
Umfang: 20,1 lfdm

Bestandsgeschichte 

Mit Wirkung vom 1. Mai 1815 setzte der Prinzregent die westfälische Gerichtsverfassung und den Code Napoléon für das Fürstentum Hildesheim außer Kraft. Am gleichen Tag begann eine, den althannoverschen Provinzialobergerichten entsprechende Justizkanzlei in Hildesheim ihre Tätigkeit, die damit die Funktionen der vormaligen stifthildesheimischen Obergerichte (Hofgericht und Regierung) sowie der entsprechenden preußischen und westfälischen Gerichte fortführt. In ihrem Bezirk lagen - nach dem Stand von 1821 - folgende Städte und Ämter mit vollständigen Untergerichten (also mit Kriminal- und bürgerlicher Gerichtsbarkeit): die Städte Alfeld, Bockenem, Goslar, Hildesheim und Peine sowie die Ämter Gronau, Hunnesrück, Liebenburg, Peine, Steuerwald und Winzenburg. Eine Reihe weiterer Ämter und Patrimonialgerichte verfügten lediglich über die bürgerliche Gerichtsbarkeit. Bei der Umwandlung in ein großes Obergericht 1852 bildete man aus dem östlichen Teil den Bezirk eines kleinen Obergerichts zu Goslar, das die Revisionsgesetzgebung von 1859 wieder aufhob. Von 1859 bis 1879 gehörten daher zum Obergericht Hildesheim die Amtsgerichte Alfeld, Bockenem, Elze, Goslar, Hildesheim, Liebenburg, Peine und Wöltingerode sowie das Kommunion-Bergamt zu Goslar. Der Bezirk des Hildesheimer Schwurgerichtshofes umfasste seit 1852 auch den Obergerichtsbezirk Osterode.

Die Akten sind erst nach dem Zweiten Weltkrieg vom Landgericht Hildesheim an das Staatsarchiv Hannover abgegeben worden (vgl. Acc. 42/54). Der relativ geringe Umfang geht vermutlich auf Kriegsverlust zurück.

Der Bestand ist von Dr. Walter verzeichnet worden.

Hannover, den 24. Februar 1988
gez. Dr. Poestges



Der Bestand ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden

Hannover, im November

2005

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet