NLA HA Hann. 82a Herzberg-Harzforst

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Forstinspektion Herzberg-Harzforst

Laufzeit 

1686-1879

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners 

Die Verwaltung der grubenhagenschen, nicht zum Kommunionharz gehörigen Harzforsten oblag seit dem 17. Jahrhundert drei, dann vier dem Berg- und Forstamt in Clausthal unterstellten Oberförstern. Ihre Amtsbezirke hießen "Reviere" oder "Oberforstreviere", 1839 wurden sie in "Inspektionen" umbenannt (vgl. Hann. 84a 1, I A Nr. 20). Herzberg ist Sitz eines dieser Oberförster spätestens seit 1627 gewesen. Zu seinem Zuständigkeitsbereich gehörten anfangs neben den Herzberger Harzforsten auch die Herzberger Landforsten - die Grenze zwischen beiden wurde endgültig erst 1692 festgelegt, (vgl. Hann. 84a 1, A Nr. 5) - sowie die Forsten der übrigen grubenhagenschen Ämter; außerdem war er Wildmeister für das Fürstentum Grubenhagen.

1730 wurden ihm die Forsten der Ämter Rotenkirchen, Salzderhelden und Radolfshausen sowie die Wildmeisterei abgenommen und hierfür ein eigener Oberförster eingesetzt. Nachdem diese Aufteilung 1745 teilweise rückgängig gemacht worden war, kam es 1760 endgültig zu einer neuen Zuständigkeitsverteilung: für die Herzberger Harzforsten einerseits (vgl. Hann. 82a Herzberg-Harzforst) und die Landforsten der Ämter Herzberg Scharzfels, Katlenburg und Radolfshausen mit dem Wildmeisteramt andererseits (vgl. Hann. 82a Herzberg-Landforst) wurde je ein Oberförster bestellt (vgl. Hann. 74 Herzberg Nr. 669). Seitdem gab es in Herzberg zwei Forstbehörden mit verschiedenen vorgesetzten Stellen: während der Oberförster für die Harzforsten dem Berg- und Forstamt in Clausthal unterstellt war, unterstand der Oberförster für die Landforsten dem für das Fürstentum Grubenhagen zuständigen Oberforst- und Jägermeister bzw. der Kammer bzw. von 1772 bis 1848 dem Göttingenschen Oberforstamt.

Um 1800 umfasste das Herzberger Harzrevier den Hördener, Lonauer, Sieberer und Königshöfer Forstgang, 1830/1831 erhielt es auch den Scharzfelder Forstgang. Die Inspektionen verloren ihren Charakter als selbständige Behörden, als im Zuge der Umorganisierung der Forstverwaltung in der Provinz Hannover die Inspektionschefs als Dezernenten an die Finanzdirektion gezogen wurden. Im Fall der (Harz-)Forstinspektion Herzberg geschah dies zum 1. Oktober 1871 (vgl. Amtsblatt für Hannover, 1871, S. 286).

Stand: März 1976

Bestandsgeschichte 

Der Bestand, der 1957 über das Forstamt Lonau in das Hauptstaatsarchiv nach Hannover gelangt ist (vgl. Acc. 18/57) und 41,4 laufende Meter umfasst, wurde 1975 geordnet.

Stand: März 1976

Enthält 

u.a. Generalia, Harzverfassung und -verwaltung, Grenz- und Hoheitssachen, Polizei, Inventarien, Bauwesen, Personalia, Forstverwaltung mit Grund-, Betriebs-, Nutzungs, Schutz- und Jagdsachen, Wasser- und Wegebau, Fuhrwesen, Rechnungs- und Kassenwesen, Gemeindeforsten, Varia

Findmittel 

EDV-Findbuch 2010

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M. 

41,4

Referent 

Dr. Jörg Walter (1976)

Benutzung 

Das Archivgut kann im Niedersächsischen Landesarchiv Hannover unter Berücksichtigung der Einhaltung von Schutz- und Sperrfristen nach §5 Niedersächsisches Archivgesetz (NArchG) eingesehen werden.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Die Akten sind wegen Pilzbefalls teilweise nur eingeschränkt benutzbar.