NLA HA BaCl Hann. 84f Elend

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Elender Eisenhütte (BaCl)

Laufzeit

1781-1866

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Schon 1738 wurde in dem kleinen Ort südöstlich des Brockens ein Hochofen und bald danach ein Frischfeuer gebaut. Dazu richtete man Wohnungen für das Personal ein. Ein 1781 gebauter zweiter Hochofen diente ausschließlich der Erzeugung des für den Schmelzprozess des Bleierzes im Oberharz gebrauchten Granuliereisen. Schon 1789 verlor er seine Bedeutung, denn wegen der hohen Transportkosten für das Granuliereisen verlegte man die Produktion auf die neu eingerichtete Altenauer Eisenhütte.
Nach einem Sturm im Jahr 1801, bei dem große Waldflächen zerstört wurden, reaktivierte man den Elender Hochofen wieder um das Holz zu verbrauchen. Das Roheisen wurde nach Lauterberg zur Königshütte geschickt, wo es zusammen mit dem Roheisen von der Steinrennerhütte weiter verarbeitet wurde. Zusammen mit der Rothehütte erzeugte die Elender Hütte in diesen Jahren jeweils 66.000 Zentner Roheisen.
1821 sind in Elend ein Hochofen mit einer angeschlossenen Gießerei und ein Frischofen in Betrieb. Die Produktion des Hochofens ist auf 500 Zentner wöchentlich angestiegen. Im Folgejahr produziert man gusseiserne Platten, mit denen das Dach der neuen Gebäude bei der Rothehütte gedeckt wurde. 1826 folgten sogar große Gussteile, für deren Anfertigung die Elender Hütte mit ihrem tiefen Gussbett vor dem Ofen beste Bedingungen bot, für das neue Zylindergebläse der Rothehütte.
Schon 1827 folgten Verhandlungen über das Ausblasen des Hochofens; die Formerei mit ihren ehemals ausgezeichneten Modelltischlern verlegte man zur Rothehütte. Bis 1863 lässt sich noch der Betrieb der Frischhämmer nachweisen. In den Jahren 1869 und 1870 bot der nunmehr Preußische Landesherr sämtliches Inventar zur Versteigerung an.

Bestandsgeschichte

Die im Bestand erhaltenen Akten stammen aus der Zeit zwischen 1781 und 1866. Es handelt sich ausschließlich um Akten die in der Hütte angelegt worden sind, d.h. keine Akten der Aufsicht führenden Bergbehörde. Der 7,5 lfdm. umfassende Bestand dürfte mit Stilllegung der Hütte in das damalige Preußische Oberbergamt übernommen worden sein. Aus dem vorgefundenen Bestand wurden keine Akten kassiert.
Weitere Akten über die Hütte, die auf behördlicher Seite angelegt worden sind, finden sich im Bestand Hann. 84a Berg- und Forstamt Clausthal.
Die Gliederung orientiert sich übergeordnet an der für alle hannoverschen Eisenhütten gefertigten Ordnung, berücksichtigt aber auch die Besonderheiten des überlieferten Bestandes.
Der Bestand der Elender Eisenhütte beinhaltet in erster Linie Akten der Rechnungsführung auch aus der Faktorei.

Enthält

Akten betr. die "Neuenhütte", v.a. Rechnungsangelegenheiten der Hütten und der Faktorei

Literatur

Stünckel, J.G.: Beschreibung der Eisenbergwerke und Eisenhütten am Harz, Göttingen 1803

Schwerdtfeger, K.: Eisensteinsgruben, Hochofen- und Hammerhütten im Bodegebiet des Harzes, Clausthal-Zellerfeld 1998

Findmittel

EDV-Findbuch

Siehe

Korrespondierende Archivalien

Hann. 84a Berg- und Forstamt Clausthal

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M.

7,5

Bearbeiter

Wolfgang Lampe, 2008

Benutzung

Der Bestand lagert in der Außenstelle Clausthal (Bergarchiv) des Niedersächsischen Landesarchivs. Das Archivgut kann nur dort (An der Marktkirche 9, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Standort LBEG) unter Berücksichtigung der entsprechendenen Schutz- und Sperrfristen nach §5 Niedersächsisches Archivgesetz (NArchG) eingesehen werden.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

teilweise verzeichnet

Abgeschlossen: Nein

Georeferenzierung

Bezeichnung

Elend [Wohnplatz]

Zeit von

1

Zeit bis

1

Objekt_ID

16268

Ebenen_ID

1