NLA HA Hann. 74 Burgwedel

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Amt Burgwedel

Laufzeit 

1472-1952

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Enthält u.a. Generalia, Volkszählungen, Ablösungen, Steuern, Abgaben und Dienste, Gemeinde-, Wege- und Wasserbau-, Polizei-, Militär-, Domänen-, Höfesachen, Kirche und Schule
Findmittel: EDV-Findbuch 2013
Umfang: 58,2 lfdm

Hinweis:
Wegen Pilzbefall, Verunreinigung und Beschädigungen kann es teilweise zu Benutzungsbeschränkungen kommen. Einige Archivalien werden nur noch als Mikrofiche zur Benutzung vorgelegt.

Bestandsgeschichte 

I. Behördengeschichte


II. Literaturhinweise


III. Bestandsgeschichte

Das Findbuch zum Archivbestand Hann. 74 Burgwedel wurde im Spätsommer 1947 von dem Angestellten Spreitzer nach dem vom Landratsamt Burgdorf entliehenen Amtsrepertorium des Amts Burgwedel geschrieben. Die Repertorien zu den Abteilungen III "Militärsachen" und VI "Konsistorialsachen" wurden in Burgdorf nicht gefunden und müssen daher später an Hand der zur Zeit noch nicht greifbaren Bestände nachgetragen werden.

Aufgenommen wurden alle Aktentitel, die den Stempel "Kgl. Staatsarchiv" trugen, der allen 1907 dem Staatsarchiv Hannover übergebenen Aktenstücken beigedruckt wurde, wie aus einer Notiz auf der zweiten Innenseite des 1. Bandes der Burgwedeler Repertorien hervorgeht.

Die nur mittelbar sich auf dieses Findbuch beziehenden Vorbemerkungen, einzelner Registratoren im 1. Band der Amtsrepertorien sind auf meine Veranlassung mit aufgenommen, da sie für die Geschichte des Amts Burgwedel und seiner Verwaltung von nicht geringer Bedeutung sind und das Zusammenwachsen der Registratur derart erhellen, dass sich jede Bemerkung meinerseits dazu erübrigt.


Hannover, den 29. Juni 1948
gez. Dr. Mundhenke


Die Abteilungen III und VI, für die zunächst durch mich eine Übersicht aufgrund einer Überprüfung der Bestände im Magazin angelegt worden war, wurden 1960 durch Frau Lemke neu verzeichnet. Das vorliegende Repertorium Hann. 74 Burgwedel umfasst also jetzt den Gesamtbestand. Von Abt. III und VI ist alles Verzeichnete vorhanden, von den übrigen Abteilungen liegen die mit Bleistift abgehakten Stücke vor (vgl. Notiz auf dem Blatt vor dem Blatt 1).

gez. Ohnsorge

Eine Anzahl von Akten des Amts Burgwedel (vorliegend Höfesachen, Ablösungen, Teilungen u. Verkoppelungen) befindet sich in einer Abgabe des Landkreises Burgdorf, die 1974 übernommen und geschlossen als Teilbestand II dem

Bestand Hann. 74 Burgdorf angefügt wurde.


Die Administrativregistratur der Amtsvogtei Burgwedel zerfällt in

I. Regiminalsachen
II. Steuersachen
III. Militärsachen
IV. Kammeralsachen
V. Meyer- und Höfesachen
VI. Konsistorialsachen.


Von diesen sind den Reskripten der Königlichen Landdrostei vom 24. April 1824 und 11. März 1825 welche vermöge Reskripts vom 19. Oktober 1827 hiesiger Amtsvogtei kopeilich mitgeteilt sind, zufolge, als zum Kassieren bestimmt, ausgeschieden:


A. Regiminalakten:
1. Accise- und Impostregister bis 17. Jahrhundert,
2. Beim Steuersachen bis dahin,
3. Lizent und Stempelsachen bis zur Zeit der neuen Steuerverfassung
mit Ausschluss der fünf letzten Jahrgänge,
4. Accise-, Imposts- und Defraudationssachen bis zur neuen Steuerverfassung,
5. Tabaksbeschreibungsachen mit Ausschluss der fünf letzten Jahrgänge,
6. Die alten Kontributionssachen von 1740,
7. Schatzrechnungen mit Ausschluss der fünf letzten Jahrgänge,
8. Kopfsteuerrechnungen desgleichen,
9. Klassensteuerbeschreibung desgleichen,
10. Horn-, Vieh- und Seuchensachen von 1712 bis 1800,
11. Akten in Betreff der Transportierung einzelner Wahnsinnigen in das Zuchthaus und Irrenhaus zu Celle,
12. Konskriptionssachen aus der französischen Zeit mit Ausschluss des letzten Jahrgangs.

B. Kameralakten:
1. Forstschreibtagssachen bis 1770,
2. Mastungssachen derselben Jahrgänge,
3. Bau- und Reparatursachen wegen der Herrschaftlichen Gebäude bis 1800 einschließlich,
4. Akten von verborgtem und verkauftem Korn sowie über Kornlieferungen an andere Ämter
bis 1800 einschließlich,
5. Kameralia-Akten, die bereits abgetan und wovon das Objekt höchst personell, bis dahin,
6. Miscellanea.

C. Akten aus dem Ressort der Königlichen Kriegskanzlei:
1. Spezialia der Pensions- und Invalidensachen bis 1800,
2. Rekruten- und Werbungssachen bis zu demselben

Jahrgange,
3. Infanterie-, Durchmarsch-, Einquartierungs- und Kriegerfuhrsachen,
insofern solche einzelne Belegungsfälle und Requisitionen betreffen.

D. Konsistorialakten
1. Konsistorialkommissionsakten in persönlichen Parteisachen
bis zum Jahre 1800
2. Können alle diejenigen Akten, welche die Gerechtsame der Kirchen,
Pfarren und Schulen betreffen, den Inspektionsregistraturen abgegeben werden.

Sämtliche vorhandenen Administrationsakten sind nun nach der Zeitfolge unter die beiden Hauptabteilungen vorkommenden Unterabteilungen geordnet, doch hat sich diese nicht durchgehends beobachten lassen, weil den bereits eingetragenen mehrere Akten aus früherer Zeit später hinzugekommen sind. Auf den einzelnen Akten ist die Nummer der Akte bemerkt und bei der Aufsuchung bedarf es daher nur die Berücksichtigung dieser.

Die Fächer in den Repositorien sind für jede Hauptabteilung besonders durch laufende Nummern getrennt; erfordern aber die über einen Gegenstand vorhandenen Akten mehrere Fächer, so finden sich diese, die Höfesachen ausgenommen mit ein und derselben Nummer bezeichnet, ohne jedoch der Zahl der wirklich vorhandenen Fächer Eintrag zu tun.


Nachschrift

In den Jahren 1828 bis 1830 ist die hiesige Registratur const. Act. in Ordnung gebracht, bei welcher Gelegenheit auch das vorstehende Scriptum niedergeschrieben zu sein scheint. Die seit jener Zeit in Administrationssachen verhandelten Akten waren jedoch, mit sehr wenigen Ausnahmen, so wenig eingetragen, als reponiert, daher denn durch Reskript der Königlichen Landdrostei Lüneburg vom 15. Dezember 1849 der Unterzeichnete mit Inordnungbringung der Registratur beauftragt wurde, worauf derselbe mit dem 5. Januar 1850 die Arbeit begonnen und jetzt beendigt hat.

Die Königliche Landdrostei hatte dabei vorgeschrieben, dass das einmal bestehende Registratur-System beibehalten werden solle, jedoch

nachgelassen, dass da, wo es erforderlich sei, Abänderungen getroffen werden könnten. Demzufolge hat man nun mehrere überflüssig scheinende Abteilungen kassieren lassen die die resp. Akten an passlichen Stellen anderweit untergebracht, dagegen aber viele neue Abteilungen eingeschoben, andere wieder eine veränderte Gestalt gegeben.

Die bestehenden Fachnummern hat man gänzlich beseitigt, namentlich aus dem Grunde, weil sie neben dem angelegten Archive als unzweckmäßig und der Ordnung hinderlich sich darstellten. Im Archive, welches in dem kleinen Registraturlokale oben im Amtshause sich findet, sind die Judizialsachen von den Administrationssachen geschieden, und ist über die Ersteren ein besonderes Archivrepertoir mit durchlaufenden Aktennummern angefertigt, wogegen über die Letzteren ein solches gar nicht angelegt worden, weil diese nach Archiv-Fachnummern reponiert sind und bei etwaigen Fortsetzungen des Archivs die Reigenfolge dieser Nummern am Repositoire zu ersehen ist.

Eine Ausscheidung älterer Akten ist zufolge der Vorschrift der Königlichen Landdrostei bei der jetzigen Ordnung nicht vorgenommen.

Das vorliegende Repertoir umfasst die beiden Hauptabheilungen: "Regiminalia" und "Steuer-Sachen", welchem jedes Mal ein Index vorgeheftet ist, und sind die Acten dieser beiden Abteilungen in den drei neu angeschaffenen Schränken niedergelegt, welche in dem Registraturlokale neben der kleinen Amtstube aufgestellt sind.

Burgwedel, den 29. Mai 1850
gez. Bade

Die Amtsvogtei Burgwedel ist im Jahre 1850 durch Zulegung des ehemaligen Gerichts Altwarmbüchen - die Gemeinde Altwarmbüchen und Stelle umfassend - vergrößert und am 1. Oktober. 1852 mit der ehemaligen Amtsvogtei Bissendorf zu dem jetzigen Amte Burgwedel vereinigt.

Die Akten der hinzugekommenen Bezirke sind in die Repertorien der ehemaligen Amtsvogtei Burgwedel eingetragen, wobei vielfach eine

Änderung der bisherigen Ordnung vorgenommen worden ist, auch eine erhebliche Ausscheidung von Akten und Registern stattgefunden hat, über welches letztere die betreffenden Akten das Nähere ergeben. Nicht weniger sind für die Registratur andere Räumlichkeiten in Benutzung genommen.

Burgwedel, den 23. Oktober 1878
gez.

Wilde

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amtsvogtei Burgwedel

Zeit von 

1815

Zeit bis 

1852

Objekt_ID 

128

Ebenen_ID 

6020

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amtsvogtei Bissendorf-Essel

Zeit von 

1815

Zeit bis 

1852

Objekt_ID 

127

Ebenen_ID 

6020

Georeferenzierung

Bezeichnung 

Amt Burgwedel

Zeit von 

1852

Zeit bis 

1885

Objekt_ID 

11

Ebenen_ID 

6220