NLA HA Hann. 74 Polle

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Amt Polle

Laufzeit

1532-1939

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Enthält u.a. Generalia, Statistik, Lehens-, Polizei-, Gemeinde-, Militärsachen, Steuern, Dienste und Abgaben, Domänen- und Forstsachen, Ablösungen, Kirche und Schule
Findmittel: EDV-Findbuch 2010
Umfang: 22,5 lfdm

Hinweis:
Wegen Pilzbefall, Verunreinigung und Beschädigungen kann es teilweise zu Benutzungsbeschränkungen kommen. Einige Archivalien werden nur noch als Mikrofiche zur Benutzung vorgelegt.

Bestandsgeschichte

I. Behördengeschichte

Das nach der 1285 erstmalig erwähnten Burg Polle benannte Amt, das seit etwas 1400 bezeugt ist, gelangte im Jahre 1408 im Erbgang aus dem Besitz der Grafen von Everstein an die Welfen. Seit dem welfischen Erbvertrag aus dem Jahr 1495 zwischen Heinrich dem Älteren, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, und Erich dem Älteren, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, gehörte das Amt Polle zum Fürstentum Calenberg. Von 1635-1866 von fremden Territorien umgeben, nahm es als Exklave eine Sonderstellung ein, die bewirkte, dass das Amt bis zu seiner Auflösung und Vereinigung mit dem Kreis Hameln im Jahr 1885 keinerlei Veränderung in seinem räumlichen Umfang erfuhr. Von den mit dem Kreis Hameln vereinigten Gemeinden Brevörfde, Heinsen, Meiborssen, Pegestorf, Polle und Vahlbruch gelangte das Dorf Pegestorf im Jahre 1941 mit der Stadt Bodenwerder zum Kreis Holzminden.


II. Literaturhinweise

Georg Schnath: Die Herrschaften Everstein, Homburg und Spiegelberg, 1922

Der Landkreis Hameln-Pyrmont, 1952

R. Feige, M. Oppermann, H. Lübbers: Heimatchronik der Stadt Hameln und des Landkreises Hameln-Pyrmont, 1961


III. Bestandsgeschichte

Dass der erhalten gebliebene Archivfonds des Amtes Polle ein verhältnismäßig geringes Volumen aufweist, hat mehrere Gründe: An erster Stelle ist der begrenzte räumliche Umfang seines Gebietes und demzufolge eine nur mäßige Aktenproduktion zu nennen. Hinzu kommt, dass der größte Teil der älteren Amtsakten bei der Einäscherung der Burg Polle im Jahr 1641 in Verlust geraten sein dürfte. Wie ein Blick in das Behördenrepertorium verrät, ist schließlich der bei der Auflösung des Amts vorhanden gewesene Aktenbestand rigoroser als in den meisten anderen Fällen durch Kassation dezimiert worden. Das als archivwürdig deklarierte Schriftgut gelangte seit 1888 in das Staatsarchiv.

Um den Bestand nach dem kriegsbedingten Verlust der

Findbücher im Jahr 1943 möglichst bald wieder benutzbar zu machen, ordnete ihn Ernst Pitz im Jahre 1963 nach einem zweibändigen Registraturrepertorium von 1839. Die systematische Gliederung, die mit der im Rpertorium des Amtes Lauenstein aufgeführten sachlichen Gliederung identisch ist, entspricht noch nicht dem Registraturschema, das nach der Mitte des 19. Jahrhunderts von der Landdrostei Hannover den Ämtern vorgeschrieben wurde. Infolgedessen sind manche Aktengruppen anders als später üblich plaziert. So bilden z.B. Polizei- und Kommunalakten eine Abteilung des Abschnitts 1. Regiminalia.

Als Ergänzung zum vorliegenden Findbuch können folgende Bestände herangezogen werden: Grenzregistratur (Cal. Br. 1), Ältere Ämterakten (Cal. Br. 2), Bestallungsakten der Kammer (Hann. 76 b), Spezialakten der Kammer: Hann. 88 A), Landdrostei Hannover (Hann. 80 Hannover).


Im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes ist das maschinenschriftliche Findbuch in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.

Hannover, im Juli 2010


Bemerkung zu Acc. 2014/081

Im September 2009 wurden vom Landkreis Hameln-Pyrmont ca 22 m Akten, Amtsbücher und Druckwerke an das Landesarchiv in Hannover abgegeben. Über die Hälfte der Unterlagen hatte als Provenienz das Amt Hameln mit den ehemaligen Ämtern Aerzen, Grohnde-Ohsen und Lachem, der Rest verteilte sich provenienzmäßig auf die Ämter Lauenstein, Lauenstein-Coppenbrügge, Polle und Springe sowie Kreise Hameln und Springe und Fürstentum Waldeck (nur 3 Faszikel).

Die das Amt Polle betreffenden Akten wurden - wie es die Archivtektonik verlangt - in den vorliegenden Bestand eingeordnet - erkennbar an der Signatur Acc. 2014/081 Nr. 1 bis 65. Besonders zahlreich waren die zur Klassifikation 01.37. Teilungen und Verkoppelungen gelegten Unterlagen, sie wurden alphabetisch geordnet (01.37.02.). Es

handelt sich zum größten Teil um Rezesse und registerförmige Archivalien - wie Taxations- oder Vermessungsregister. Sie wurden übernommen, weil sie eine Ergänzung zu den im Bestand Hann. 148 Landeskulturamt nur spärlich vorhandenen Akten für das Poller Gebiet bilden.

Hannover, im Juli 2014
A.

Ostendorff

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet

Georeferenzierung

Bezeichnung

Amt Polle

Zeit von

1815

Zeit bis

1885

Objekt_ID

6

Ebenen_ID

6520

Georeferenzierung

Bezeichnung

Amt Polle Teil Pegestorf

Zeit von

1815

Zeit bis

1885

Objekt_ID

5

Ebenen_ID

6520