NLA HA Hann. 45

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Kriegsministerium (mit Vorbehörden): verschiedene Dienststellen

Laufzeit

1819-1866

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Angelegenheiten des Deutschen Bundesheeres wie u.a. Reichsministerium, Organisation, Mobilmachungen, Truppenkonzentrierungen, hannoversche Brigade, Observationsdivision, Italienischer Krieg, Exekution in Schleswig-Holstein, Bundesfestungen; Konzentrierung hannoverscher Truppen

Geschichte des Bestandsbildners

Das Kriegsministerium entstand 1831 aus der Vereinigung der Kriegskanzlei mit dem Militärdepartement des Geheimen Rates. Ihm unterstand lediglich die Militärverwaltung, wie zuvor den Behörden, aus denen man das Ministerium zusammensetzte. Die Militärverwaltung umfasste hauptsächlich alle Besoldungs- und Pensionsangelegenheiten, die Verpflegung, Ausrüstung, Bequartierung und Kasernierung, das Aushebungsgeschäft (vgl. Hann. 45a), das Militärbauwesen sowie kirchliche, Hospital- und Medizinalangelegenheiten. Dagegen war das Kriegsministerium nicht Kommandobehörde für dienstliche Angelegenheiten und Landesverteidigung, dies oblag dem Generalkommando bzw. seit 1837 der Generaladjudantur (vgl. Hann. 41 und Hann. 42). Das Kriegsministerium hat Akten der Vorgängerbehörden übernommen und fortgeführt, so dass de Bestand der vierten Überlieferungsschicht der Zentralregistratuiren zuzuteilen ist.
Die Tätigkeit des Kriegsministeriums endete am 19. Juni 1866 durch Verordnung des preußischen Miltärgouverneurs General Vogel von Falckenstein. Nach Auflösung der hannoverschen Armee gemäß der Kapitulation von Langensalza am 29. Juni 1866 dauerte von seinen Funktionen nur die Pensionszahlung an die entlassenen Offiziere fort, die das Finanzministerium bis zur Annexion vom 3. Oktober 1866 erledigte. Nach Einführung der preußischen Militärverfassung traten in gewisser Weise Kommandeur und Generalstab des in Hannover neu errichteten X. preußischen Armeekorps an die Stelle des Kriegsministeriums, dessen Intendantur etwa im Jahre 1870 die rechnungsakten des früheren Kriegsministeriums in Verwahrung hielt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Teil der Akten des Kriegsministeriums durch Vermittlung des X. Armeekorps in das Heeresarchiv in Potsdam gelangt und im Zweiten Weltkrieg verlorengegangen sind.

Bestandsgeschichte

Der vorliegende, von der Hochwasserkatastrophe von 1946 betroffene Bestand, dessen Findbuch 1943 verloren ging, ist in den Jahren 1980/1981 neu verzeichnet worden. Bei der Wiederherstellung der Ordnung wurde das alte Gliederungsschema im wesentlichen beibehalten. Es erhielt lediglich die alte Aktengruppe I 1 a (Truppenkonzentrierung von 1821) einen neuen Platz in der Hauptgruppe II (Klassifikationskennzahl 02); ferner wurden die Aktengruppen I.1, I.5 bis I.7 und I.9 bis I.13 sowie die Hauptgruppe II neu untergegliedert. Die ursprünglichen Archivsignaturen ließen sich nur in wenigen Fällen feststellen. Auf ihre Anführung ist daher gänzlich verzichtet worden.

Hannover, im Mai 1982
gez. Dr. Jörg Walter

Literatur

Zur Behördengeschichte ist Bd. 2 der Beständeübersicht, S. 117 f. und die dort angegeben Literatur zu vergleichen.

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M.

50,1 lfdm

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

verzeichnet, Nacherschließung erforderlich

Das maschinenschriftliche Findbuch ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.