LkAH EphA Wulsdorf

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Description

Identification (short)

Title 

Archiv der ehemaligen Inspektion Wulsdorf [Wesermünde-Stadt]

Fonds data

Contents 

Die Geschichte der Inspektion Wulsdorf ist eng verbunden mit der des heutigen Kirchenkreises Bremerhaven:
1874 wurde der Sitz der zum 1. Mai 1867 errichteten Inspektion Geestendorf nach Wulsdorf verlegt und diese in Inspektion (ab 1924: Kirchenkreis) Wulsdorf unbenannt. Daneben bestanden 1932 auf dem Gebiet der jetzigen Kirchenkreise Bremerhaven und Wesermünde noch die Kirchenkreise Sandstedt, Lehe, und Land Wursten, die in der Folgezeit verschiedenen Veränderungen ausgesetzt waren: Zum 1. Oktober 1934 wurde die Superintendentur Wulsdorf wieder in Geestemünde (früher: Geestendorf) installiert und der Kirchenkreis in Wesermünde-Geestemünde umbenannt. Zum 1. September 1936 wurden die Kirchenkreise Sandstedt (mit Ausnahme der Kirchengemeinde Bruch) und Wesermünde-Geestemünde zu einem Kirchenkreisverband und Aufsichtsbezirk Wesermünde-Geestemünde zusammengelegt. Weitere Veränderungen, die für den Bereich Wesermünde bis zum 31. Dezember 2012 wirkten, erfolgten dann zum 1. April 1940: Die Aufsichtsbezirke Wesermünde-Geestemünde, Wesermünde-Lehe und Land Wursten wurden aufgehoben. Neben dem Zusammenschluss der Kirchengemeinden Wesermünde-Geestemünde, Wesermünde-Lehe, Wesermünde-Wulsdorf, Imsum und Schiffdorf zum Kirchenkreis Wesermünde-Stadt – seit 1948 Kirchenkreis Bremerhaven – wurden auch die Kirchenkreise Wesermünde-Süd und Wesermünde-Nord errichtet.

Custodial history 

Landgerichtsrat Lorenz hat 1946 die Archive der 1932 bestehenden vier Kirchenkreise Wulsdorf, Sandstedt, Lehe, und Land Wursten sowie 1947 Schriftgut des damaligen Kirchenkreises Wesermünde-Stadt geordnet und in Findbüchern verzeichnet. Die [später] in Dorum aufbewahrten Bestände Lehe und Land Wursten bilden seit 1967 das Ephoralarchiv Wesermünde-Nord, welches seit 2010 als „D 63 (Ephoralarchiv Wesermünde-Nord)“ im Landeskirchlichen Archiv deponiert ist. In diesem Bestand sind Spezialakten von Lehe und solche von Imsum zu finden. Analog dazu hätten die 1947 teilweise in Räumlichkeiten der Superintendentur Wesermünde-Süd in Geestemünde, teilweise in Sandstedt verwahrten Inspektionsarchive Wulsdorf und Sandstedt zu einem Ephoralarchiv Wesermünde-Süd formiert werden müssen, was auch Lorenz für angebracht hielt. So schreib er in seinem Bericht über die Ordnung des Ephoralarchivs Wesermünde-Stadt vom 21. Juli 1947, dass es „nicht angebracht“ sei, „diese Archive zugunsten des letzten Endes unhistorischen Gebildes Wesermünde-Stadt (…) auseinander zu reissen“. Letztlich ist es aber doch dazu gekommen. Ohne die Generalakten des ehemaligen Kirchenkreises Wulsdorf und ohne die Spezialakten zu Gestemünde, Wulsdorf und Schiffdorf sind beide Bestände 1978 in die 1955 in Loxstedt eingerichtete Superintendentur verbracht und dort von Hartmut Roshop als Eporalarchiv Wesermünde-Süd verzeichnet worden (seit 2012 als Bestand „D 85“ in Hannover deponiert). Das Eporalarchiv Wulsdorf in Bremerhaven verblieben. Es gelangte in Kellerräume des Kirchenkreisamtes „An der Mühle 10“, wo der Bestand 2012 zusammen mit dem verzeichneten Archivgut des Kirchenkreises Wesermünde-Stadt „wiederentdeckt“ wurde. Beide Bestände sind 2016 verlagert und bearbeitet worden:

1. Da der Bestand „Wesermünde-Stadt“ v. a. aus Rechnungen bestand, war es angebracht, diesen in den Bestand „Wulsdorf“ zu integrieren. Das so entstandene „Archiv des ehemaligen Kirchenkreises Wulsdorf [Wesermünde-Stadt]“ ist in Archivkartons verpackt worden und wird in Stahlschränken im Archiv- und Materialraum der Superintendentur Bremerhaven „Mushardstraße 4“ verwahrt.

2. Die Akten der Repositur sind in ihrer rudimentären Ordnung so belassen worden, wie sie Lorenz 1946 zusammengestellt und verzeichnet hat. Für Geestemünde, Schiffdorf und Wulsdorf liegen Spezialakten vor, wobei diese dabei nicht immer sauber von den Generalakten getrennt worden sind. Die Laufzeiten der einzelnen Akten sind erst bei der aktuellen Bearbeitung – im Eilverfahren – bestimmt worden.
Angereichert wird die Repositur durch Spezialakten für Imsum, die zuvor wohl in Dorum aufbewahrt worden waren, und durch ein Konvolut Ephoralverfügungen aus der ehemaligen Inspektion Lehe.

3. Am Kirchenrechnungsbestand lässt sich die zuvor beschriebene Inspektionsgeschichte gut aufzeigen: Es liegen u. a. Rechnungen der Bezirkssynodalkasse Wulsdorf wie auch der Kirchenkreiskassen Wesermünde-Geestemünde und Wesermünde-Stadt vor.

4. Der Bestand an Sonstigen Handschriften besteht nur aus Geschäftstagebüchern aus der Zeit der Inspektion Wulsdorf.

Further information (fonds)

Size in m 

2,5

Person in charge 

Jörg Rohde M. A., Hannover (95)