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Description

Identification (short)

Title 

Standesamtsregister

Life span 

1874 - 1974

Fonds data

Contents 

Mit Wirkung vom 01.01.1874 wurde in Preußen (und mit Wirkung vom 01.01.1876 im gesamten Deutschen Reich) das Personenstandsgesetz erlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren es allein die Glaubensgemeinschaften, die seit dem ausgehenden Mittelalter den Personenstandsregistern vergleichbare Verzeichnisse (sog. Kirchenbücher) über Taufen, Trauungen und Begräbnisse ihrer Gemeindemitglieder führten.

Seit 1874 besteht nun die allgemeine Pflicht für alle Menschen im Lande, Geburten, Heiraten und Sterbefälle von einem staatlich bestellten Standesbeamten registrieren zu lassen. Standesbeamter ist der Bürgermeister der Gemeinde (bzw. der von ihm beauftragte Vertreter). Inhaltlich identische Zweitbücher wurden beim zuständigen Landkreis geführt. Den Eintragungen kommt Beweiskraft zu.

Mit der Novellierung des Personenstandsgesetzes vom 19.02.2007 (BGBl. I S. 122) wurde nicht nur die elektronische Führung der Personenstandsregister vorgeschrieben, sondern auch die Archivierung ab 01.01.2009 geregelt. Demnach werden die Geburtenbücher nunmehr nach 110 Jahren, die Heiratsbücher nach 80 Jahren und die Sterbebücher nach 30 Jahren endgültig geschlossen und dem zuständigen Archiv übergeben, wo sie nach den archivrechtlichen Bestimmungen von interessierten Nutzern eingesehen werden können. Zuständiges Archiv für die Erstbücher ist das Gemeindearchiv, für die Zweitbücher das Kreisarchiv (subsidiär das Landesarchiv).

Further information (fonds)

Access 

Die archivierten Standesamtsregister können nach den geltenden archivrechtlichen Bestimmungen von jedermann benutzt werden, der ein Interesse geltend macht. Die Nutzung der noch nicht archivierten Standesamtsregister regelt sich nach dem Personenstandsgesetz. Diesbezügliche Anfragen sind an das zuständige Standesamt zu richten.