NLA HA Hann. 51

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Französische Besitznahme

Laufzeit

1804-1812

Bestandsdaten

Geschichte des Bestandsbildners

Historische Zeitleiste

15. Oktober 1806
Napoleon dekretiert eine außerordentliche Kriegskontribution Kurhannovers.

26. Oktober 1806
Die französische Vorhut besetzt Osnabrück.

30. Oktober 1806
Das Staatsministerium erlässt eine Instruktion für ein Regierungskollegium unter geheimer Leitung der drei noch in Hannover anwesenden Minister. Das Landes-Deputations-Kollegium behält seine Funktion.

3. November 1806
Das neu gebildete Regierungskollegium übernimmt alle Angelegenheiten der bisherigen Departements; nur das Justiz-Département bleibt selbstständig.

9. November 1806
General Mortier rückt in der Stadt Hannover ein.

12. November 1806
Mortiers Publicandum über die Besitzergreifung der hannoverschen Kurlande (anschließend auch Lauenburgs) für den Kaiser der Franzosen. Mortier setzt eine dem französischen Gouvernement unterstellte Exekutiv-Kommission ein.

20. November 1806
Die Preußen kapitulieren in Hameln.

26. November 1806
Die Preußen kapitulieren in Nienburg.

8. Dezember 1806
Errichtung einer Generalverpflegungs-Kommission.

10. Dezember 1806
Das Fürstentum Osnabrück wird durch ein kaiserliches Patent der Ersten Verwaltung der besetzten Länder (Premier Gouvernement des pays conquis) zugeschlagen.

Januar 1807
Bildung des französischen General-Gouvernements und der Intendantur.

18. August 1807
Die Landesteile Göttingen, Grubenhagen, Harz, Grafschaft Hohnstein und einige Calenberger Orte werden mit Osnabrück durch kaiserliches Dekret dem neuen Königreich Westphalen einverleibt.

17. September 1807
Das Landes-Deputations-Kollegium und die Stände werden aufgehoben.

20. September 1807
Die Exekutiv-Kommission wird als Kommission des Gouvernements bestätigt und übernimmt Landesadministration mit Subdelegierten in jeder Provinz.

15. November 1807
Endgültige Verfassung für das Königreich Westphalen.

1. Januar 1809
Errichtung einer kaiserlichen Domänendirektion mit Sitz in Hannover.

14. Januar 1810
Staatsvertrag über die Vergrößerung Westphalens.

1. März 1810
Einverleibung der restlichen hannoverschen Kurlande in Westphalen gemäß der Proklamation von König Jerôme.

Bestandsgeschichte

Der Altbestand Hann. 51 war wie die Bestände Hann. 49 und Hann. 50 zwischen 1881 und 1883 von Staatsarchivar Dr. Sattler künstlich durch Auflösung oder Plünderung sonstiger Bestände gebildet, dann aber, nur nach Pertinenzen abgeteilt, unvollendet liegen geblieben. Das mangelhafte Findbuch wurde durch Kriegseinwirkung 1943 vernichtet. Durch das Hochwasser 1946 sind etwa 80% des Bestandes in Mitleidenschaft gezogen, wobei ein beträchtlicher Teil der Signaturen verloren ging.

Für die notwendige Neuaufstellung dieser zusammen gewürfelten Masse von rund 880 Fach ergaben sich, um den Torso sinnvoll benutzbar zu machen, folgende Gesichtspunkte:
1. Wiederherstellung der strengen Provenienz und damit eines historisch echten Bildes der hier zu trennenden, ganz verschiedenen Verwaltungsperioden bzw. -Systeme.
2. Aussonderung und Restitution von rund 2.000, noch bestehenden Designationen zugehörigen Akten, wodurch hier gestrafft, dort der betreffende Bestand ergänzt werden konnte und
3. entsprechende Verteilung der verbleibenden Hauptmasse auf drei neue Bestände
Hann. 51 (französische Besitznahme), 1806-1810,
Hann. 52 (Königreich Westphalen), 1807, 1810-1813,
Hann. 53 (französische Küstendepartements), 1810, 1811-1813.

Demgemäß enthält der neue Bestand Hann. 51 nunmehr außer den wenigen Akten des französischen Gouvernements die der zentralen Landesbehörden, insgesamt 98 Fach mit 1.588 Stücken. Der Bestand ist der leichteren Bestellung und schnelleren Abfertigung wegen laufend durchnummeriert. Die alten Signaturen sind, soweit vorhanden, vermerkt.

Der Zustand der Akten ist im allgemeinen befriedigend. Die Wasserschäden der Texte sind erträglich, da die Faszikel überwiegend durch Lehm verkrustet und so in etwa konserviert wurden. Sie mussten deshalb allerdings Blatt für Blatt herausgelöst und wieder hergerichtet werden; diese unvermeidliche Prozedur hat die Durcharbeitung des Ganzen erheblich verzögert. Stärker lädierte Stücke sind entsprechend gekennzeichnet. Als total verdorben mussten nur etwa ein Dutzend Stücke kassiert werden.

Hannover, 29. Januar 1968
gez. J. Studtmann

Enthält

Allgemeine Regierungs- und Verwaltungsangelegenheiten, Verwaltung der kaiserlichen Domänen, Regierungskollegium, Plenum, Departements, Landes-Deputatinskollegium, Justiz-Departement, Exekutivkommission, Kommission des Gouvernements

Findmittel

EDV-Findbuch 2005

Weitere Angaben (Bestand)

Umfang in lfd. M.

32,1

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Aus konservatorischen Gründen kann es zu Einschränkungen bei der Benutzung kommen.