NLA HA Hild. Br. 3/5

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Kloster Derneburg

Laufzeit 

1449-1819

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Angelegenheiten des Konvents und der Konventsmitglieder, Zehntsachen, Meiersachen, Mühlensachen, Forst- und Bergbausachen, Bausachen, Rechnungs- und Schuldenwesen, Register über die Wirtschaftsführung des Klosters
Findmittel: EDV-Findbuch 2004
Umfang: 1,8 lfdm

Bestandsgeschichte 

I. Klostergeschichte

1143 stellten die Grafen Hermann und Heinrich von Asselburg (Winzenburg) dem Bischof Bernhard von Hildesheim ihren Hof mit der Kapelle St. Andreas zu Derneburg zur Gründung eines Augustiner-Chorherrenstifts zur Verfügung, dessen Einrichtung dem Probst Gerhard von Riechenberg übertragen wurde. Da 1213 Bischof Hartbert das seit 1209 in Holle nachweisbare Chorfrauenstift hierhin verlegte, war diese Stiftung offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt gewesen.

1443 wurde das Stift mit Zisterziensernonnen aus Wöltingerode besetzt und der Windesheimer Reform angeschlossen. Mitte des 16. Jahrhunderts hielt die lutherische Reformation Einzug. Nach der Wiederherstellung des Großen Stifts Hildesheim zogen 1651 Zisterziensermönche ein. 1803 erfolgte die Säkularisierung.


II. Literaturhinweise

Streich, G.: Klöster, Stifte und Kommenden in Niedersachsen vor der Reformation. Mit einem Quellen- und Literaturanhang zur kirchlichen Gliederung Niedersachsens um 1500. 1986 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, 2); hier auch weiterführende Literatur.


III. Bestandsgeschichte

Die Übernahme des Klosterarchivbestandes erfolgte 1870. Anfang der 1960er Jahre nahm Dr. Ulrich eine Neuverzeichnung vor. Er beließ die Aktenstücke ungegliedert und legte sie nach den Anfangsjahren ab.

Im Rahmen der Nachverzeichnung 2004 wurden die alten Signaturen geändert, Laufzeiten korrigiert und Titel neu gebildet, ferner war eine neue Gliederung erforderlich. Lediglich ein Aktendeckel musste kassiert werden.
Die vorliegenden Archivalien sind keine ganz reine Provenienz Kloster Derneburg; es sind versprengte Stücke einer Administrationskommission sowie der Hildesheimer Hofkammer darunter. Dr. Ulrich wies in seinem Findbuchvorwort auf Klosterarchivalien hin, die sich noch im Besitz der gräfl. Münsterschen Verwaltung zu Derneburg

befinden.

Der Bestand enthält vor allem Streitigkeiten, Verpachtung und Verwaltung des Klostergutes, Rechnungen und Register.


IV. Benutzungshinweise

Der Bestand ist im Rahmen der allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Hauptstaatsarchivs benutzbar. Für die Bestellung ist die Bestellnummer zu verwenden, also z. B. Hild. Br. 3, 5 Nr. 8.

Hannover, im November 2004
gez. Dr. Claudia Bei der Wieden


Bei der Revision des Bestandes Cal. Or. 100 Northeim, St. Blasien wurden zwei Urkunden des Bestandes (Nr. 199 und 200), die vom Kloster Derneburg 1651 bzw. 1663 ausgestellt wurden und bei denen sich kein Bezug zu Northeim erkennen lässt, ausgeschieden und dem Bestand des Klosters Derneburg zugeordnet. Sie haben hier die Nr. 83 und Nr. 84 erhalten (Lagerungsort: Urkundenkammer).

Pattensen, im April 2009
gez. Hildegard

Krösche

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet