NLA HA Celle Br. 60

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Harburgische Sachen

Laufzeit 

1296-1801

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Urkundenabschrifte, Lehnssachen, Zehntsachen, Ämter- und Gildesachen u.a.
Findmittel: EDV-Findbuch 2009
Umfang: 4,0 lfdm

Bestandsgeschichte 

Die Bearbeitung des nicht sehr umfangreichen Bestandes Celle Br. 60 gestaltete sich insofern etwas umständlicher als der Bestand durch die kriegsbedingten Umlagerungen sowie durch die Überschwemmungskatastrophe von 1946 in Mitleidenschaft gezogen ist.

Der Inhalt der Fächer entsprach nicht den eingelegten Buchstabenstreifen. Zunächst wurden aus verschiedenen Paketen Wolfenbüttel betreffende Judicialia herausgezogen und zu Celle Br. 59 gebracht; ihre Verzeichnung ergab eine Vermehrung des Repertoriums zu Celle Br. 59 um 40 Seiten. Die nach dem Alphabet gegliederte Nummernfolge von Celle Br. 60 wurde alsdann wiederhergestellt. Pakete, deren Umschnürung vermodert war, waren durcheinander geraten; die Akteneinheiten mussten nach dem Inhalt beziehungsweise nach den Seitenzahlen wieder zusammengebracht werden. Ob sich die zur Zeit noch fehlenden Stücke später an anderer Stelle finden, bleibt abzuwarten. Besondere Schwierigkeiten machten 3 Pakete, die in das Hochwasser geraten waren.

Es empfahl sich bei der Neuverzeichnung, die lediglich das 1943 durch Bombenschaden vernichtete Repertorium zu ersetzen hatte, die Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts hergestellte alphabetische Ordnung des Bestandes nach Personen, Orten oder Sachen zu belassen. Sie zeigt die Mängel jeder Ordnung nach Sachbetreffen. Einzelne Faszikel sind recht unglücklich eingereiht (um Beispiel unter C: Creditiv … und Concession …). Oft treten die der Einreihung zugrunde liegenden generellen Begriffe nicht in den Aktenrubren in Erscheinung (zum Beispiel unter K: Kirchensachen und Klostersachen, deren Aktenrubrum kein Stichwort mit K aufweist). Auch Schwierigkeiten der Orthographie treten auf: Deichsachen sind unter T (Teichsachen) zu suchen. So würde sich in späterer Zeit auch für diese Designation die Anfertigung eines Registers empfehlen.

Der Bestand enthält zunächst Akten Celler

Provenienz betreffend Harburg. Da nach dem Aussterben der Harburger Linie 1642 mancherlei Akten aus Harburg nach Celle gelangt sind, treten auch Akten Harburger Provenienz auf; aufgrund ihrer Geschichte sind sie in Celle Br. 60 zu belassen; oft enthält ein Aktenstück beide Provenienzen. Weiterhin sind einige Bremisch-Verdensche Provenienzen in den Bestand geraten. Mancherlei Akten sind von Sudendorf an die Designation angeschlossen worden. Eine große Erweiterung erfuhr die Designation schließlich durch Krusch, der systematisch Harburg betreffende Stücke Hannoverscher Provenienz aus der Zeit nach 1705 aus Cal. Br. 23 nach Celle Br.60 brachte, weil die Hannoverschen Geheimen Räte damals die Verwaltungsaufgaben der Celler Geheimen Räte für Harburg übernahmen. Celle Br. 60 wird daher stets neben Celle Br. 71 zu benutzen sein. Alle nicht celleschen Provenienzen wurden im Repertorium vermerkt.

Die Notwendigkeit der Verzeichnung des Urkunden-Materials aus der Zeit vor 1500, dessen Regestierung nach genereller Anordnung bei der jeweiligen Aktennummer vorgenommen wurde, in der sich findet, erforderte eine blattweise Durchsicht des Bestandes.

Hannover, 19. August 1950
gez. Dr. Ohnsorge


Im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes ist das maschinenschriftliche Findbuch in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.

Hannover, im März

2005

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet