NLA HA Celle Br. 72a

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Regierung Rinteln (Auburg, Uchte, Freudenberg)

Laufzeit

1566-1827

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Akten betr. Ämter Uchte, Freudenberg und Auburg sowie Akten der Regierungkommission zu Hannover
Findmittel: EDV-Findbuch
Umfang: 3,8 lfdm

Bestandsgeschichte

Erstes Vorwort

Akten der hessischen Zentralverwaltung betr. die Ämter Uchte, Freudenberg und Auburg.
16. Jahrhundert - 1816.

Die vormals hoyaschen Ämter Uchte und Freudenberg sowie das vordem diepholzsche Amt Auburg fielen,
nachdem die Landgrafen bereits 1527 bzw. 1521 die Lehnshoheit erworben hatten, nach dem Aussterben der beiden Grafenhäuser von Hoya und von Diepholz in dem Jahr 1582 bzw. 1585 an Hessen heim. Jedoch wurden die beiden Ämter Uchte und Freudenberg erneut verlehnt, und zwar an die Grafen von Bentheim-Tecklenburg -Limburg.
Sie gingen somit erst nach dem Auststerben dieses Geschlechts im Jahr 1700 in hessische Verwaltung über.
Auburg überließ Landgraf Wilhelm 1586 zunächst der Gräfin-Mutter Margaretha von Diepholz als Witwensitz.
Nach deren Tod im Jahr 1595 kam das Amt zwar in unmittelbare hessische Verwaltung, doch behielt es durch seine Verlehnung an die von Cornberg als Erbdrosten bis zum Ende der hessischen Verwaltung eine gewisse Sonderstellung. Im Jahre 1816 kamen die 3 Ämter Uchte, Freudenberg und Auburg an Hannover.

Die Akten der hessischen Verwaltung umfassen somit die Zeit vom 16. - Anfang 19. Jahrhunderts. Sie beginnen mit dem Heimfall der Ämter nach dem Aussterben der Häuser Hoya und Diepholz - aus der Zeit der Lehnshoheit über diese liegen keine Akten vor - und enden unter Überspringung der französichen Zeit in dem Jahr 1814/15.
Aus der Bentheim-tecklenburgischen Zeit der Ämter Freudenberg und Uchte (bis 1700) ist das Aktenmaterial dieses Bestandes naturgemäß wenig umfangreich, zumal keinerlei Amtsakten erhalten sind. Die wenigen hesischen Verwaltungsakten dieser Zeit (II 1 - 8c, III 3, 8, 11, 13,14a. Vgl. I Nr. 15) werden lediglich durch 2 an sich bestandsfremde Faszikel der Bentheimer Kanzlei aus dem Jahr 1600 und 1657 (I Nr. 4 und 6) ergänzt.
Demgegenüber ist die Überlieferung betr. das Amt Auburg infolge der hier

unmittelbaren hessischen Verwaltungstätigkeit sowie infolge der Erhaltung einiger Amtsakten (IV Nr. 17, 34, 42b, 68, 71, 73, (?), 81, 88, 92,100c, 112, 122a,140c) wesentlich besser.

(Die Amtsakten wurden 1951 ausgesondert und der Des. Hann. 74 Diepholz zugeteilt)

Innerhalb der hessischen Verwaltung entstammen die Akten den verschiedensten Behörden. In der Unterinstanz wurde bereits das Amt Auburg genannt. In der Mittelinstanz hat die schaumburgische Kanzlei und Regierung in Rinteln namentlich Akten in Hoheits- und Justizsachen beigesteuert. Von den zentralen Verwaltungsstellen in Kassel
finden sich neben Akten der Kanzlei und Regierung und des landgräflichen Kabinetts solche der
(Ober-) Rentkammer, der Generalkriegskommission (IV 105) sowie der Kriegs- und Domänenkammer
(II 96-99, 106b, 107a, 107b, III 35-37).

Außerhalb der hessischen Verwaltung erwachsen, also bestandsfremder Provenienz sind, abgesehen von den beiden bereits genannten Faszikeln der Bentheimer Kanzlei, 2 Faszikel aus der Registratur des hannoverschen Kabinettsministeriums aus dem Jahr 1816-27 (I Nr. 13-14). Sie betreffen die Übergabe der auf die 3 Ämter bezüglichen hessischen Verwaltungsakten.

Diese verschieden Provenienzen sind im vorliegenden Bestand unterschiedslos vermischt. Die Ordnung erfolgt lediglich nach dem Betreff, also - abgesehen von den Generalia - nach den 3 Ämtern Uchte, Freudenberg
und Auburg und innerhalb dieser Betreffe chronologisch.

Über die Vorgeschichte des Bestandes bzw. seiner Einzelteile ist den Akten nur wenig zu entnehmen
(III 3, 28, 31a, II 119h). Bei der Übernahme der Kasseler und Rintelner Akten durch Hannover in dem Jahr 1816-18 wurden sie hier zunächst im wesentlichen den zuständigen Behörden zugewiesen, d. h. der Kammer,
der Provinzialregierung, dem Konsistorium, der Justizkanzlei und den betreffenden Ämtern (I Nr. 13-14).
Wann die

Wiederausscheidung der Akten oder besser; eines Teiles von ihnen aus diesen Registraturen und ihre Zusammenfügung zu vorliegendem Bestand erfolgt ist, muß vorerst offen bleiben. Nur so viel ist lediglich auf Grund der Signierung festzustellen, daß die Akten des landgräflichen Kabinetts größtenteils erst nachträglich hinzugefügt sind. Denn die meisten sind in die - innerhalb der Unterabteilungen fortlaufende - Nummerierung mittels Exponaten zwischengeschoben (II 76a, III 20a-c, IV 134b-e usw. ).

Über die Verzeichnungsgrundsätze ist noch anzumerken: gemäß den (nach der Vernichtung sämtlicher Findbücher im Kriege) zur Beschleunigung der Neuverzeichnung allgemein am hiesigen Staatsarchiv durchgeführten Grundsätzen ist ebensowenig wie eine Neuordnung eine völlige Neuverzeichnung vorgenommen. Wo irgend angängig ist die Verzeichnung in enger Anlehnung an die auf den Aktendeckeln meist noch vohandene
alte Beschriftung erfolgt. Lediglich die Provenienzangabe war größtenteils neu hinzuzufügen.

Als fehlend wurden folgende Nummern festgestellt: I 1-3, 5; III 1-2, 4-7, 9-10, 12, 14, 15-16, 17, 20, 21-22; IV 1-2,
7, 10, 51, 55, 133.

Durch Wasser- u.a. Schäden stark in Verfall sind die Nummern: IV 43, 44, 47, 48, 52-63, 142a.

Oktober 1948
gez. Dr. Th. Penners


Zweites Vorwort

Der "schaumburger Kanzlei" in Rinteln unterstanden außer dem hessischen Teil der Grafschaft Schaumburg
die hessischen Ämter Auburg, Uchte und Freudenberg. Da sich bei der Aufstellung des Schaumburger Archives
die pertinenzmäßige Heraustrennung der auf diese Ämter bezüglichen Akten aus der Des. H 1 als nicht durchfürbar erwies, wurden die gesamten Akten betr. Auburg, Uchte, Freudenberg bis 1815 in das Schaumburger Archiv
Abt. H 1 - jetzt im Staatsarchiv Bückeburg - übernommen.

Auf Grund der Vereinbarungen mit dem Staatsarchiv Marburg wurden die Akten der hessischen

Zentralverwaltung (landgräfl. Kabinett, Oberrentkammer, Generalkriegskommission sowie Kriegs- und Domänenkammer)
im Oktober 1951 nach Marburg abgegeben (im vorliegenden Repertorium gestrichen und mit dem Stempel
"nach Marburg" versehen) (283 Nummern).

Aus Provenienzgründen wurden ferner die im Bestand enthaltenen Akten des Amtes Auburg (13 Nummern) ausgesondert und der Des. Hann. 74 Diepholz zugeteilt. Außerdem wurden einige im alten Repertorium
der Regierung Rinteln verzeichnete und durch ihre Signatur kenntliche Aktenstücke in die Des. H 1 zurückgeordnet.

Der jetzt noch vorliegende Bestand enthält im wesentlichen Akten der Regierung in Rinteln betr. die Ämter Auburg, Freudenberg, Uchte. Eine registraturmäßige Gliederung ist z. Zt. nicht erkennbar. In der von Herrn Dr. Penners aufgestellten Ordnung wird er als geschlossener Bestand in Schaumburg Des. H 4 aufgestellt. Angeschlossen wurden 2 Fach bisher ungeordneter Akten (teils Rintelner, teils Kasseler Provenienz) über Grenzstreitigkeiten
aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Am 16. August 1977 eingeordnet bzw. ausgeschieden und anderen Beständen zugewiesen.



Hannover im November 1951
gez. E n g e l


1951 - 1956 waren als Des. H 4 alle Akten aufgestellt, die als sog. "Sachabteilung betr. Schaumburg" aus Marburg übernommen worden waren, und dieser Des. H 4 die Verwaltung der Ämter Auburg, Uchte, Freudenberg angeschlossen.

1956 wurde diese Sachbeteilung aufgelöst und die Akten den Des. L 1, H 1, H 2 und H 75 angeschlossen.
Die Bestandsübersicht der Sachabteilung wurde zu den Altrepertorien Des. H 1 gelegt.

Die Des H 4 ist nunmehr zur Aufnahme der Akten der Regierung Rinteln betr. Auburg, Uchte, Freudenberg bestimmt. Es soll angestrebt werden, sämtliche einschlägigen Akten aus den Des. H 1 hierher zu überführen.


Hannover, im Mai 1956
gez. Engel


A n m e r k u n g :

Bei der

Übergabe der o.a. hessen-schaumburgischen Bestände an das Staatsarchiv Bückeburg wurde
(unter Anwendung des Pertinenz- statt des Provenienzprinzips) die Des. H 4 zurückbehalten und als Bestand
Celle Br. 72 a wieder unter seiner alten Signatur aufgestellt.


Das vorliegende Findbuch wurde im Sommer 1971 von Frau Hillenhagen abgeschrieben, den Index erstellte
Herr Bardehle.

Die Akten der Regierungskommission wurden im Dezember 1971 dem Bestand angeschlossen.

Ba. 21.12.1971










Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet