NLA HA Celle Br. 27

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel 

Auswärtige Mächte: Stift Minden

Laufzeit 

1512-1696

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung 

Register der Ämter, Bestallungen, Unruhen in der Stadt Minden, auswärtige Angelegenheiten u.a.
Findmittel: EDV-Findbuch
Umfang: 4,5 lfdm

Bestandsgeschichte 

Der Bestand Celle Br. 27 umfasst die das Stift Minden betreffenden Akten der Celler Kanzlei von 1548 bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Dieser Betreff hat jedoch doppelten Charakter. Er beinhaltet einmal die Beziehungen Celles zu einem fremden Territorium (sei es selbstständig, sei es als Teil Kurbrandenburgs) und zum anderen diejenigen zu einem unter Herzog Christian mit dem Fürstentum Lüneburg durch Personalunion verbundenen Land, d. h. in der Celler Kanzlei erwachsene Akten des Herzogs Christian als Bischof zu Minden. Denn auch diese wurden in der allgemeinen Kanzleiregistratur des Fürstentums Lüneburg abgelegt. Es handelt sich um die Jahre 1611-1629 bzw. 1633, in denen Herzog Christian zugleich regierender Fürst in Celle und Bischof zu Minden war. Die Akten dieser Zeit umfassen allein etwa drei Viertel des vorliegenden Bestandes (Nr. 8, 114-433, 470-472, 474-488). Sie betreffen also vorwiegend innere Angelegenheiten des Stiftes und dessen Beziehungen zu auswärtigen Territorien - soweit diese nicht registraturmäßig wie Lüneburger Angelegenheiten behandelt und in den übrigen auswärtigen Abteilungen der Lüneburger Kanzleiregistratur abgelegt wurden (z. B.: Celle Br. 30 I Nr. 30, 33, 34). Es ist möglich, dass auch ein Teil der leider größtenfalls fehlenden (Nr. 45-113) Akten aus den Jahren 1599-1611, in denen Herzog Christian zwar Bischof zu Minden, aber noch nicht regierender Fürst in Celle war, der Provenienz und damit auch dem Betreff nach gleicher Natur waren. Die wenigen noch vorhandenen Akten dieser Zeit ( Nr. 5, 7, 33-41, 470, 471, 475) weisen zum Teil darauf hin. - Der Wolfenbüttler Kanzlei entstammen die Nummern. 6, 146a, 417.

Das alte Findbuch zum vorliegenden Bestand wurde mit sämtlichen übrigen Repertorien bei der Ausbombung des Staatsarchivs im Jahre 1943 vernichtet. Bei der notwendigen Beschleunigung der Wiederherstellungsarbeiten konnte die

Neuverzeichnung im wesentlichen nur unter Zugrundelegung der alten Aktenaufschriften erfolgen. Hierbei wurden durchweg die Rubra des 17. und 18. Jahrhunderts gegenüber den nicht immer zuverlässigen Abschriften auf den modernen Faszikelmappen bevorzugt. Die Verbesserungen beschränken sich - abgesehen von der Modernisierung der Form - auf die Fälle, in denen eine Diskrepanz zwischen Titel und Inhalt offensichtlich war oder der Betreff, was nicht selten der Fall war, allzu unscharf erfasst erschien.

Juni 1949 (gez.) Dr. Th.

Penners

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen 

teilweise verzeichnet

Abgeschlossen: Nein