NLA HA Cal. Br. 3

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Beschreibung

Identifikation (kurz)

Titel

Ämtersachen und Zentralverwaltung des Fürstentums Grubenhagen

Laufzeit

1523-1839

Bestandsdaten

Kurzbeschreibung

Generalia (darunter auswärtige Beziehungen und Grenzstreitigkeiten mit dem Kurerzstift Mainz, dem Fürstentum Wolfenbüttel usw., herrschaftliche Gefälle und Schulden, Bestallungen), Verwaltung der Ämter Katlenburg, Elbingerode, Herzberg, Lindau, Osterode, Radolfshausen, Rotenkirchen, Salzderhelden und Scharzfels
Findmittel: Archiv-Findbuch 1946; EDV-Findbuch 2015
Umfang: 21,6 lfdm

Hinweis: Der Bestand ist komplett auf Mikrofiche verfügbar und wird aus konservatorischen Gründen nur in dieser Reproduktionsform zur Benutzung vorgelegt.

Geschichte des Bestandsbildners

Das Fürstentum Grubenhagen ist "genannt nach dem bei Einbeck gelegenen Schloss gleichen Namens. Es entstand durch den Teilungsvertrag des Stifters dieser Linie, Heinrichs des Wunderlichen, mit seinem Bruder 1279 und 1286. Nach mehrfachen Spaltungen dieser Linie in kleinere Zweige, welche zu Grubenhagen, Osterode, Herzberg und Salzderhelden residierten, erlosch die Linie mit Herzog Philipp II. im Jahre 1596, nachdem noch 1571 das Amt Radolfshausen nach dem Aussterben der Besitzer der Herrschaft Plesse als erledigtes Lehen eingezogen worden war. Das Fürstentum wurde zunächst von Herzog Heinrich Julius von Wolfenbüttel in Besitz genommen; dessen Sohn mußte es jedoch infolge einer beim Reichshofrat erhobenen Klage im Jahre 1617 an die Lüneburger und Dannenberger Linie des welfischen Hauses abtreten. Von 1617 bis 1665 blieb Grubenhagen mit Lüneburg vereinigt. Dann ging es durch einen brüderlichen Vergleich an Herzog Johann Friedrich von Calenberg über und ist seitdem mit Calenberg stets vereinigt geblieben. Bei der Übernahme von Grubenhagen durch Lüneburg wurde die alte Regierungskanzlei zu Osterode von neuem eingerichtet; sie hat gewissermaßen als eine von Celle, später Hannover abhängige Provinzialregierung bis 1689 bestanden und wurde dann aufgehoben. Die dort entstandenen Akten wurden mit denen des Fürstentums Calenberg-Göttingen nicht mehr vermischt." (Carl Haase/Walter Deeters, Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Staatsarchivs in Hannover, Bd. 1, Göttingen [1965], S. 65 f.)

Bestandsgeschichte

"Der Bestand umfaßt im wesentlichen Akten aus den Registraturen der Grubenhagenschen Zentral- (später Provinzial-) Behörden von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1689. Die wenigen Akten des 18. und einzelne des 19. Jahrhunderts sind zum Teil über das Jahr 1689 hinaus weiter geführte ältere Akten, zum Teil aber erst nachträgliche Einfügungen. Die Reichhaltigkeit der berührten Sachgebiete in den Akten über die einzelnen Ämter spiegelt sich in den unter 'Generalia' erscheinenden Stichworten [siehe jetzt die Gliederung]. [...] Die Archivalien wanderten im Zusammenhang mit der wechselnden Geschichte des Fürstentums 1596 nach Wolfenbüttel, etwa um 1625 nach Celle, von dort zum Teil wieder nach Osterode und schließlich 1689 und später nach Hannover." (Carl Haase/Walter Deeters, Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Staatsarchivs in Hannover, Bd. 1, Göttingen [1965], S. 72)

Nach dem Verlust des im Zweiten Weltkrieg verbrannten Findbuchs aus dem 17./18. Jahrhundert wurde der Bestand, insbesondere mit Blick auf die Generalia, auf dem vorgefundenen Ordnungsstand notdürftigst verzeichnet und mit Enthält-Vermerken tiefer erschlossen (Dr. Winter 1946).

Ein maschinenschriftliches Findbuch wurde im Februar 1971 erstellt.
Dieses ist im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Der Bestand ist komplett auf Mikrofiche verfügbar und wird aus konservatorischen Gründen nur in dieser Reproduktionsform zur Benutzung vorgelegt.
Hannover, im August 2007

Das vorliegende Findbuch wurde 2014/15 überarbeitet.

Literatur

Aufgebauer, Peter, Herzog Philipp II. (1533-1596). Zum Ende des Fürstentums Grubenhagen vor 400 Jahren, in: Einbecker Jahrbuch 45, 1996, S. 55-82
Max, Georg, Geschichte des Fürstentums Grubenhagen, 2 Bde. Hannover 1862-1863, ND Hannover-Döhren 1974-1975
Pischke, Gudrun, Das Fürstentum Grubenhagen: Herzöge - Territorium - Kirche, in: Jahrbuch der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte 98, 2000, S. 143-163
Wendt, Heinrich, Geschichte des Welfenfürstentums Grubenhagen, des Amtes und der Stadt Osterode [1680], bearb. von Jörg Leuschner, Hildesheim 1988

Siehe

Korrespondierende Archivalien

- Weitere Akten des Fst. Grubenhagen aus den gleichen Zeit in Cal. Br. 9, Cal. Br. 20 und Cal. Br. 34, vgl. auch Cal. Br. 11 A. Die Urkunden unter Cal. Or. 4.
- Die meisten Nachfolgeakten sind 1943 vernichtet worden, Reste in Hann. 93. Vgl. Hann. 76 und 76 a-c, auch Hann. 88 E (überwiegend vernichtet). Die Landschaften von Calenberg-Göttingen und Grubenhagen wurden erst 1801 vereinigt. Die Registratur der Landschaft unter Dep. 7. Akten der Ämter unter Hann. 74.
- Reichssachen in Cal. Br. 11, A.
- In Wolfenbüttel erwachsene Akten in Cal. Br. 21; auch am Standort Wolfenbüttel in Best. 1 Alt 30 (FA 229).
- Zu Katlenburg siehe auch Cal. Or. 100, Katlenburg.

Informationen/Notizen

Zusatzinformationen

Abgeschlossen: Nein

teilweise verzeichnet