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StadtA HI Best. 855

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Description

Identification (short)

Title 

Siegel- und Siegelmarkensammlung

Life span 

1866-1945

Fonds data

Short description 

Die Siegelsammlung befindet sich noch im Aufbau. Sie soll
abgefallene Siegel, die Urkunden und Schriftstücken nicht
mehr zuzuordnen sind, Siegelabgüsse und Siegelreproduktionen
aufnehmen.

Contents 

Briefverschlusssiegel aus Wachs kamen seit dem 15.
Jahrhundert in immer stärkeren Gebrauch, um 1800 musste fast
jeder Brief versiegelt ausgeliefert werden. Eine Aufhebung
des Siegelzwangs für die Post erfolgte im Königreich Preußen
erst am 2. März 1849. Um 1870 wurden in Deutschland die
Briefverschlussmarken (Siegelmarken) aus Papier eingeführt.
Die Siegelmarken wurden in der Hauptsache von staatlichen
Institutionen (Reichs- und Landesbehörden, -institutionen
und -personen), militärischen Stäben und Einheiten, Kommunen
und ihren Behörden sowie von geistlichen Behörden,
Institutionen und Personen benutzt. Siegelmarken gab es in
verschiedenen Größen und Farben. Teilweise übernahm man das
jeweilige Siegel bzw. Siegelbild des Landes oder der Stadt
als Grundmotiv. Die Briefverschlusssiegel blieben bis in die
1920er-Jahre in Gebrauch und wurden in Ausnahmefällen auch
noch von nationalsozialistischen Behörden (s. Best. 855 Nr.
5 Versorgungsamt Hildesheim) verwendet.

Die Siegelmarken wurden auf die Verschlussklappen der
Briefumschläge geklebt. Dabei gab es die normale
"Verschlussbesiegelung" und die sogenannten "fliegenden
Siegel". Wollte man außer dem Empfänger noch einem Dritten
vor der Versendung Kenntnis vom Inhalt geben, erfolgte die
Sendung unter "fliegendem Siegel", d. h. das Schreiben
erhielt zwar ein Siegel, doch wurde es so angebracht, dass
es die Sendung nicht verschloss - man klebte es nur an die
Spitze der Umschlagsklappe. Hatte der Zwischenadressat den
Inhalt gelesen, klebte er das Siegel fest auf den Umschlag.

Die Sammlung enthält käuflich erworbene Siegelmarken von
Reichs-, Landes-, städtischen und geistlichen Behörden,
Institutionen und Personen, die ihren Sitz in Hildesheim
hatten.

Literature 

Zu Siegelmarken existiert keine spezielle Literatur.
Lediglich der Internetseite
http://www.siegelmarken.de/geschichte.html konnten einige
Informationen entnommen werden, deren Verlässlichkeit
allerdings unsicher ist.
- Erich Kittel, Siegel, Braunschweig 1970, S. 435 ff.
(Behördensiegel). (WB 2 F 18530)
- Erich Kittel, Siegelstudien, in: Archiv für Diplomatik 5/6
(1959/1960), S. 430-440 (ältere Verschlusssiegel). (WB 259 Z
1959/60)

Further information (fonds)

Size in m 

7 Stück

Person in charge 

Dr. Michael Schütz, den 17. August 2004